RAL CO2OL-Print: Monitoring von Alt-Kühlgeräten in Luxemburg erfolgreich

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RAL-Gütezeichen Kühlgeräte (Quelle: RAL Gütegemeinschaft Rückproduktion von FCKW-haltigen Kühlgeräten e.V.)

Luxemburg — Bereits vier Monate nach Markteinführung von RAL CO2OL-Print hat die RAL-Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten e.V. in Luxembourg die ersten drei Urkunden über die Einsparung von CO2-Emmissionen ausgestellt.  Das Luxemburger Elektroaltgeräte-Rücknahmesystem Ecotrel, die österreichische AVE sowie die Schweizer Aktion SuperDrecksKëscht® konnten die von der Gütegemeinschaft ausgestellten Zertifikate entgegen nehmen – als Auszeichnung für ihre herausragende Leistung zum Klimaschutz.

Durch konsequentes Monitoring aller rückgewonnenen FCKW und KW konnten die Unternehmen ihren wichtigen Beitrag zur CO2-Entlastung und zum Schutz der Ozonschicht mit belastbaren Daten dokumentieren. Die drei nun ausgezeichneten Rückproduzenten aus Luxembourg, der Schweiz und Österreich wenden das Monitoring gemäß EN 50574 (inklusive der vorgesehenen Analysen der Output-Kältemittel und Treibmittel bereits seit längerer Zeit an. Insgesamt sind alleine bei den drei zertifizierten Unternehmen innerhalb kurzer Zeit über 60.000 Tonnen CO2-Emmissionen vermieden worden.

In der Kühlgeräte-Produktion, während der Nutzung, aber vor allem auch in der am Ende der Kühlgeräte-Lebenskette anknüpfenden Rückproduktion steht die CO2-Reduzierung durch nachhaltige Ressourcen-Bewirtschaftung mit an vorderster Reihe der Aufgaben. RAL CO2OL-Print unterstützt Rückproduzenten darin, den CO2-Reduktionserfolg durch die klimagerechte Behandlung von Altkühlgeräten messbar zu machen und somit für alle Marktteilnehmer sichtbar darzustellen.

Bei der Ermittlung der vermiedenen CO2-Emmissionen werden alle direkten und indirekten FCKW- und KW- Rückgewinnungsmengen, aber auch eventuelle Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen bei der Rückproduktion von Kühlgeräten mit einbezogen und als CO2 -Äquivalente ausgewiesen.

RAL CO2OL-Print wendet dabei folgende Bausteine als Tools für die Berechnung an:

  • Monitoring aller Geräte-Input- und Produkt-Output-Ströme der Rückproduktion auf Basis EN 50574:2012 und RAL-GZ 728.
  • Ermittlung der klimarelevanten Produkte (in erster Linie FCKW, KW, Kunststoffe, Metalle, Kälteöle, Kompressoren) im Output der Anlagen.
  • Ermittlung der Massen klimarelevanter Produkte pro Zeiteinheit (Monat, Quartal, Halbjahr, Jahr)
  • Berechnung der CO2- Äquivalente pro Zeiteinheit
  • Ermittlung der CO2-Verbrauchs-Stellen (z.B. FCKW – Emissionen, Energieverbrauch bei Transport und Rückproduktion)

Die Berechnung  des individuellen Carbon Footprint des Rückproduzenten erfolgt neutral durch RAL, kontrolliert durch akkreditierte Zertifizierer und  unter Berücksichtigung der bekannten Normen wie DIN ISO 14067 und Standards wie VCS Standard Recovery.

Die großherzogliche Verordnung 30/07/2013, die die europäischen Richtlinien 2002/95/EC und 2002/96/EC für Luxemburg umsetzt, macht das Einsammeln und die Behandlung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten zur Verpflichtung. Seit der Veröffentlichung der Richtlinie im Jahr 2004 haben sich 43 luxemburgische Firmen, die solche Geräte  importieren, dazu entschlossen, die Vereinigung ohne Gewinnzweck Ecotrel zu gründen, die das Einsammeln und die Entsorgung dieser Geräte auf dem ganzen luxemburgischen Gebiet übernimmt. Zurzeit haben sich 500 Firmen verschiedener Größen und Aktivitätsbereichen Ecotrel angeschlossen.

Quelle: RAL – Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten e.V.