VDI-Fachkonferenz informiert über Chancen und Risiken des Fracking

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Fracking-Bohrstelle (Foto: VDI Wissensforum GmbH / Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V.)

Düsseldorf — In Deutschland ist der Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten für Industrieunternehmen ein großes Problem. Immer mehr Unternehmen bauen Kapazitäten in den USA anstelle von Europa auf, da die USA aufgrund von Schiefergas und Schieferöl über günstigere Energie- und Rohstoffpreise verfügen. Doch in Deutschland steht die Fracking-Technologie in der Öffentlichkeit unter massiver Kritik.

Auf der VDI-Fachkonferenz „Hydraulic Fracturing in Erdöl- und Erdgaslagerstätten“ am 10. und 11. Dezember 2014 in Hannover diskutieren Experten über die Potenziale und Realisierungschancen für das hydraulische Aufbrechen in Deutschland. Fachleute aus der Industrie, Politik und Forschung sprechen unter anderem über aktuelle Fragestellungen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und tauschen sich über neuartige Frackflüssigkeiten, deren Zusammensetzung, Entsorgung und Flowback aus.

Die Versorgungssicherheit und die Rolle der einheimischen Energieproduktion bilden einen ersten Schwerpunkt der Veranstaltung. Michael Schütz, Referent der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission, erläutert in seinem Vortrag, wie sich unkonventionelles Gas und Öl in Europa auffinden lässt, und spricht über die Aktivitäten auf EU Ebene. Mit dem Thema „Grundwasser und Tiefenfluide beim Fracking“ setzt sich Prof. Dr. Hans Joachim Kümpel auseinander, Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Über die Potenziale und Realisierungschancen für das Hydraulic Fracturing referieren Dr. Harald Kassner von Exxonmobil Production Deutschland und Joachim Pünnel aus der Wintershall Holding.

Darüber hinaus befasst sich die Konferenz „Hydraulic Fracturing in Erdöl- und Erdgaslagerstätten“ mit der Komplettierungstechnik sowie dem Monitoring von Frackoperationen. Der Konferenzleiter Prof. Dr. Mohammed Amro von der TU Bergakademie Freiberg erläutert in seinem Vortrag die technologischen Entwicklungen des Fracking. Informationen, um eine Bevölkerungsakzeptanz bei umstrittenen Energieprojekten zu schaffen, stellt Melanie Pust von Tecsol vor.

Anmeldung und Programm kann unter vdi.de erfolgen oder über das VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 211 6214-201, Telefax: -154.

Quelle: VDI Wissensforum GmbH/Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V.