WVM: Nichteisen-Metallindustrie zeigt sich im zweiten Quartal robust

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Kupferschrott (Foto: Aurubis AG)

Berlin — Die deutsche Nichteisen(NE)-Metallindustrie zeigt sich im zweiten Quartal robust. Im ersten Halbjahr 2014 erzielte die Branche mit durchschnittlich 107.703 Beschäftigten in 658 Unternehmen eine Produktion von vier Millionen Tonnen (plus vier Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2013) und einen Umsatz von 22 Milliarden Euro (metall-preisbedingt minus sieben Prozent), davon zehn Milliarden Euro (minus sieben Prozent) auf ausländischen Märkten. Das entsprach einer Exportquote von 44 Prozent, meldet die WirtschaftsVereinigung Metallein ihrem neuesten Quartalsbericht.

58 Prozent der Ausfuhren wurden in die Euroländer geliefert – das sind gut zehn Prozentpunkte weniger als 2011. Konjunkturelle Impulse kommen aus den USA und dem Inland. Italien und Spanien beleben sich auf niedrigem Niveau. Die aktuelle Geschäftslage wird von über 85 Prozent der befragten Unternehmer mit gut oder saisonüblich beurteilt. Die Geschäftserwartungen für die folgenden sechs Monate sind, ausgehend von einem hohen Niveau, leicht gesunken – etwa 87 Prozent der Befragten aus der Branche prognostizieren bessere oder gleich gute Geschäfte. Für 2014 rechnet die NE-Metallindustrie weiter mit einem einstelligen Produktionsplus.

Dabei konnte die deutsche Aluminiumindustrie ihre Produktion im ersten Halbjahr 2014 in vielen Bereichen ausdehnen. Von Januar bis Juni 2014 wurden rund 566.000 Tonnen Rohaluminium erzeugt. Damit stieg die Produktion um drei Prozent gegenüber dem ent- sprechenden Vorjahreszeitraum. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 258.000 Tonnen Hüttenaluminium und 308.000 Tonnen Recyclingaluminium auf.

Die deutsche Buntmetallindustrie (Kupfer, Zink, Blei, Zinn und Nickel) legte im zweiten Quartal 2014 eine Verschnaufpause ein – nach einem dynamischen ersten Quartal. Dennoch erzielte die Buntmetallindustrie im ersten Halbjahr 2014 insgesamt eine Produktion von 1,6 Millionen Tonnen. Das waren vier Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013.

In der deutschen NE-Metallgießerei-Industrie gab die Fahrzeugbau-Industrie den Takt vor. Der Anteil von Komponenten für den Straßenfahrzeugbau lag stabil bei 82 Prozent. Die Produktion belief sich von Januar bis Juni 2014 auf etwa 587.000 Tonnen. Dies entsprach einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle