InwesD: NRW-Deponiebetreiber-Gemeinschaft feierte 10-jähriges Jubiläum

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Quelle: Interessengemeinschaft NRW-Deponiebetreiber

Köln — Am 28.08.2014 feierte die Interessengemeinschaft NRW-Deponiebetreiber, kurz: InwesD, ihr 10-jähriges Bestehen in Köln. Mehr als 130 geladene Gäste aus dem Bundesumweltministerium, dem NRW-Umweltministerium, den Bezirksregierungen in NRW, der Fachanwaltschaft, den befreundeten Verbänden wie VKU, BDE und ASA, aus Hochschulen und Ingenieurbüros sowie Deponievertreter aus 11 Bundesländern waren der Einladung nach Köln gefolgt.

In seiner Begrüßungsrede verdeutlichte Bürgermeister Hans-Werner Bartsch, dass in vielen anderen europäischen und außereuropäischen Ländern die Ablagerung unvorbehandelter Abfälle noch durchaus der Regelfall sei und diese Länder z.B. im Rahmen der Städtepartnerschaften von der InwesD lernen und profitieren können.

Ministerialdirigent Hans-Josef Düwel, Abteilungsleiter im NRW-Umweltministerium, überbrachte die Jubiläumsgrüße von NRW-Umweltminister Johannes Remmel und betonte in seinem Festvortrag zur „Abfallwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“ die Bedeutung des Abfallwirtschaftsplanes für das Bundesland. Hierzu gehörten auch die Erkenntnisse aus der vom Land erstellten DK l – Bedarfsanalyse. Hans-Josef  Düwel stellte fest, dass im Landesmitte! aktuell für fünf Jahre entsprechender Deponieraum zur Verfügung stehe und die Entsorgungssicherheit für mineralische Abfalle durch die zahlreichen Plamingsvorhaben gesichert sei.

Ministerialdirektor Dr. Helge Wendenburg aus dem BMUB ordnete in seiner Rede zu „Deponien – ein Modell mit Zukunft?“ die „zero-waste-Jnitiative“ der EU in die von der EU angestrebten Vermeidungs- und Verwertungsziele ein. Er stellte fest, dass Deutschland die Zielgrößen auf heutigem Stand schon weitgehend erfülle. Seiner Ansicht nach werden Deponien als sog. Schadstoff-Senke auch in Zukunft unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden deutschen Abfall Wirtschaft und damit auch des Produktionsstandortes Deutschland sein. Ziel müsse es aber gleichzeitig bleiben, weitere Verwertungsmöglichkeiten für mineralische bzw. inerte Abfalle zu erschließen. Hierzu sei es erforderlich, den Entsorgungsgedanken schon in den Produktionsprozess zu implementieren.

Hartmut Haeming skizzierte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der InwesD die Gründung und Entwicklung der Interessengemeinschaft und kündigte an, dass diese sich auch bundesweit für weitere Mitglieder öffnen werde. So werden voraussichtlich zu den schon bestehenden Mitgliedschaften aus sechs Bundesländern im Jahr 2015 zwei weitere Bundesländer in der InwesD vertreten sein. Hartmut Haeming erläuterte seine Sorge, ob es mit den zur Verfügung stehenden rechtliche Mitteln gelingen könne, rechtzeitig den benötigten Deponieraum zur Verfügung zu stellen und sprach sich für die möglichst umfassende Nutzung bereits bestehender Standorte aus. So wie der letzte Flieger am Freitagabend aus München der sog. Lumpensammler ist, so seien die Deponien der Lumpensammler der Abfallwirtschafl, stellte Hartmut Haeming fest;. Ohne Deponien werde auch in Zukunft eine geordnete Abfallwirtschaft nicht realisierbar sein.

Quelle: InwesD –  Interessengemeinschaft NRW-Deponiebetreiber