Costa Concordia – ein Fall fürs Recycling in Italien

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Kreuzfahrtschiff (Foto: ©Marlies Schwarzin /http://www.pixelio.de)

Wien — Das Unglücks-Kreuzfahrtschiff Costa Concordia soll nahezu komplett recycelt werden. 22 Monate wird die Abwrackung dauern, die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 100 Millionen US-Dollar. Zuerst wird das Schiff innen ausgeweidet, dann werden die 14 Decks abgetragen, zuletzt der Rumpf im Trockendock zerlegt. Die Recycler streben dabei eine Komplettverwertung aller Materialien an.

Die Costa Concordia liegt seit Ende Juli 2014 im Hafen von Genua, wo für die Verschrottung ein Hafenbecken abgesperrt wird, um Umweltschäden durch die Recyclingarbeiten zu verhindern. Ursprünglich wurde auch eine Abwrackung andernorts – etwa in Indien oder in der Türkei – diskutiert.

Das Recycling in Italien wurde u.a. auch von Greenpeace gefordert, weil in den meisten außereuropäischen Ländern bei der Beseitigung von Schiffsrümpfen wichtige Umwelt- und Arbeitsschutzstandards nicht eingehalten werden. Italien garantiert eine Recyclingquote von 80 bis 90 Prozent.

Quelle: UFH Holding