Reisezeit: Allein in Ba-Wü kostet die Entsorgung von wildem Müll €2,5 Mio. p.a.

1694
Abfalleimer (Foto: ©RudolphoDuba / http://www.pixelio.de)

Stuttgart — Alljährlich legen tausende von VerkehrsteilnehmerInnen auf den Park- und Rastplätzen entlang der Autobahnen eine Pause ein und hinterlassen Abfälle. Ein großer Teil davon wird nicht in den Abfallbehältern auf Park- und Rastplätzen entsorgt. sondern achtlos auf  Freiflächen und in Straßengräben geworfen. Dieser sogenannte wilde Müll muss von den MitarbeiterInnen der Autobahnmeistereien mit großem Aufwand eingesammelt werden.

Insgesamt fallen in Baden-Württemberg auf den 117 Park- und Rastplätzen, entlang der gut 1000 km Autobahn in Baden-Württemberg, jedes Jahr ungefähr 5.000 Tonnen Müll an. „Das sind zusammen innerhalb eines Jahres 400 große Müllfahrzeuge – Stoßstange an Stoßstange aufgestellt ergibt das eine Schlange aus Blech und Abfall von 4 Kilometern Länge“, erklärt Gisela Splett MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur. Die Entsorgung kostet jedes Jahr etwa 3,5 Millionen Euro. Mit rund 2,5 Millionen Euro entfällt ein Großteil der Kosten auf den sogenannten wilden Müll, der mit hohem Personalaufwand eingesammelt werden muss. „Wilder Müll kostet die SteuerzahlerInnen bares Geld, das an anderer Stelle wesentlich sinnvoller eingesetzt werden könnte“, so Staatssekretärin Splett weiter. „Abfälle gehören in die Tonne und nicht an den Straßenrand.“

Das Problem wild abgelagerten Mülls an Raststätten ist seit langem bekannt. Im Regierungspräsidium Stuttgart wurden zwischenzeitlich alle Abfallbehälter auf sogenannte Unterflur-Abfallbehälter umgerüstet. Es handelt sich hierbei um große unterirdische Sammelbehälter, die an der Oberfläche ähnlich wie ein kleiner Abfallbehälter aussehen. Aufgrund des großen Fassungsvermögens von 3 bis 5 m³ müssen die Behälter nur einmal wöchentlich geleert werden, was den Betrieb sehr wirtschaftlich macht. Eine Lösung für das Problem des wilden Mülls kann jedoch nur durch ein Umdenken in der Bevölkerung erreicht werden.

Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg