Zoll stoppt unerlaubten Altkleiderexport mit Ziel Ägypten

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Clotheschecking (Foto: IGC / Axion)

Augsburg — Zöllner vom Zollamt Ingolstadt haben die illegale Ausfuhr von Abfall nach Ägypten verhindert. Ein mit Altkleidern gefüllter Container wurde am 8. August 2014 einer Ausfuhrkontrolle unterzogen. Die Altkleider waren noch in den ursprünglichen Sammeltüten verpackt und nicht sortiert. Die durch den Zoll informierte zuständige Regierung von Oberbayern stellte fest, dass es sich bei der Lieferung um eine Abfallsendung handelte. Sie untersagte die Ausfuhr aus Deutschland.

Da Altkleidersammlungen nicht nur aus gebrauchsfähigen Altkleidern bestehen, sondern auch verschmutzte und beschädigte Textilien enthalten können, werden diese im unsortierten Zustand als Abfall bewertet. Für einen Abfalltransport muss der Spediteur allerdings über die erforderlichen Genehmigungen aus dem Ausfuhrland, den Durchfuhrländern und dem Empfängerland verfügen. Diese Genehmigungen lagen nicht vor.

Derartige Auflagen für derartige Lieferungen ins Ausland sind nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums erforderlich, um zu verhindern, dass Waren dort möglicherweise nicht umweltverträglich entsorgt werden.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen