HWWI-Rohstoffpreisindex startet mit Verlusten in das neue Jahr

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Quelle: HWWI

Hamburg — Zu Beginn des Jahres 2014 hat der HWWI-Rohstoffpreisindex nachgegeben. So notierte der Index im Januar auf Basis von US-Dollar um 2,7 Prozent niedriger als im Durchschnitt des Dezembers 2013. Da der Euro gegenüber dem US-Dollar abwertete war der Rückgang in Euro mit 2 Prozent vergleichsweise gering. Die beiden Indizes für Energierohstoffe sowie für Eisenerz und Stahlschrott sanken um jeweils 3 Prozent (in Euro: -2,3 Prozent), während sich die NE-Metalle um 0,4 Prozent (in Euro: +1 Prozent) leicht verteuerten. „Sollte sich der Abwärtstrend bei den Schwellenländern fortsetzen, könnten die Rohstoffpreise noch deutlich sinken“, stellt dazu Professor Michael Bräuninger, Forschungsdirektor am HWWI, fest.

Bei den Industrierohstoffen verbilligte sich Eisenerz im Vergleich zum Vormonat um 6,1 Prozent (in Euro: -5,4 Prozent). Damit wurde Eisenerz so niedrig wie seit rund sieben Monaten nicht mehr gehandelt. Im Vergleich zum Monatsdurchschnitt von Januar 2013 notiert der Eisenerzpreis um 15 Prozent geringer. Eisenerz wird in großen Mengen für die Stahlproduktion verwendet.

Seit September 2013 hat sich das Wachstum der chinesischen Stahlproduktion verlangsamt, da in dem Land Überkapazitäten in der Stahlbranche abgebaut werden. Dabei wird auch angestrebt, CO2-Emissionen in der Schwerindustrie durch das Schließen älterer Hochöfen zu senken. Nach Angaben des chinesischen nationalen Statistikbüros sank die Stahlproduktion im Dezember 2013 auf einen so niedrigen Stand wie seit einem Jahr nicht mehr. China ist der weltweit größte Nachfrager von Eisenerz. Die nachlassende Stahlproduktion führt zu einem niedrigeren Bedarf an Eisenerz, wodurch die Lagerbestände zunehmen und die Nachfrage nach importiertem Eisenerz geschwächt wird.

Der Teilindex für NE-Metalle veränderte sich mit einem Anstieg von 0,4 Prozent (in Euro: +1 Prozent) im Monatsvergleich nur leicht, wobei sich die im Index enthaltenen Metallpreise unterschiedlich entwickelten. Während sich Zink um 3,3 Prozent (in Euro: +4 Prozent) und Kupfer um 0,7 Prozent (in Euro: +1,4 Prozent) verteuerten, verbilligte sich Aluminium um 0,7 Prozent (in Euro: unverändert) und Zinn um 3,3 Prozent (in Euro: -2,7 Prozent). Zink war von dem indonesischen Exportstopp für unverarbeitete Erze betroffen. Das so reduzierte Angebot auf dem internationalen Markt wirkte preissteigernd.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)