Aurubis mit weiterer Ergebnissteigerung im 3. Quartal 2013/2014

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Foto: Aurubis AG (Aurubis Werk Hamburg)

Hamburg —  Auf eine gute Ergebnisentwicklung blickt die Aurubis AG im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 zurück. Das Unternehmen macht dafür insbesondere gestiegene Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RC) für Kupferkonzentrate, die höhere Kathodenprämie sowie die deutlich anziehende Nachfrage nach den Aurubis-Hauptprodukten Gießwalzdraht und Stranggussformaten verantwortlich.

Belastend wirkten sich nach wie vor schwache Altkupfermärkte mit niedrigen Raffinierlöhnen, nach wie vor enge Schwefelsäuremärkte mit entsprechend niedrigen Preisen sowie eine geringere Metallausbringung bei gesunkenen Metallpreisen aus. Zudem beeinträchtigte der große Wartungs- und Reparaturstillstand in Hamburg (September/Oktober 2013) und dessen Nachwirkungen die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres.

„Wir haben nach zwei schwachen Anfangsquartalen unsere insgesamt positive Entwicklung fortgesetzt und sind im 3. Quartal zur Normalität zurückgekehrt“, erklärte Peter Willbrandt, Vorsitzender des Vorstands von Aurubis.

ETB von 48 Mio. € im 3. Quartal

Das für die Steuerung des Unternehmens maßgebliche operative Ergebnis vor Steuern (EBT) des Aurubis-Konzern betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 75 Mio. € (Vj. 132 Mio. €). Davon wurden 48 Mio. € im 3. Quartal erwirtschaftet (VJ -9 Mio. €).

Der Umsatz des Aurubis-Konzern (Aurubis) betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 8.362 Mio. € (Vj. 9.631 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Metallpreise zurückzuführen. Der Netto-Cashflow lag bei 209 Mio. € und damit deutlich über Vorjahr (- 2 Mio. €). Auf Basis IFRS wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 21 Mio. € (Vj. -286 Mio. €) erzielt. Das IFRS-Ergebnis enthält im Gegensatz zum operativen Ergebnis u.a. Bewertungseffekte durch Kupferpreisschwankungen. Für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und für die Steuerung des Unternehmens ist für Aurubis daher das operative Ergebnis ausschlaggebend.

Altkupfermarkt: keine wesentlichen Impulse erwartet

Der Kupfermarkt dürfte bis zum Ende des Geschäftsjahres trotz politischer Unsicherheiten gut unterstützt sein. Daher erwartet Aurubis weiterhin Kathodenprämien auf einem guten Niveau. Laut Marktbeobachtern dürften die Kupferpreise volatil bleiben und sich um 7.000 US$/t bewegen. Für die Primärkupfererzeugung erwartet das Unternehmen eine Fortsetzung des Geschäfts auf dem Niveau des 3. Quartals. Auf den Schwefelsäuremärkten ist keine wesentliche Veränderung in Sicht. Auch aus dem Altkupfermarkt erwartet Aurubis keine wesentlichen Impulse. Zudem wird ein geplanter 15-tägiger Stillstand des Hauptaggregats in Lünen das Ergebnis des Bereichs Recycling belasten.

Das insgesamt positive konjunkturelle Umfeld sollte trotz der Sommerferienzeit, in der sich traditionell die Nachfrage abschwächt, zu einer fortgesetzt guten Geschäftsentwicklung bei Gießwalzdraht und Stranggussformaten führen. Für den Bereich Flachprodukte erwartet Auruubis aus der Fortsetzung der Restrukturierungmaßnahmen im nächsten Quartal noch keine wesentliche Ergebnisverbesserung. „Insgesamt gehen wir davon aus, für das laufende Geschäftsjahr ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis zu erreichen“, prognostizierte Peter Willbrandt.

Quelle: Aurubis AG