Duale Systeme schließen Deckungslücke und schaffen langfristige Grundlage

1329
Gelbe Säcke (Foto: ©Moni Sertel/Pixelio.de)

Köln — Die Deckungslücke bei den dualen Systemen ist geschlossen. Nachdem sieben Systembetreiber bereits zuvor mitgeteilt hatten, ihre ermittelten Marktanteile bis zum Jahresende für die Abrechnung mit den Entsorgern weiter anzuerkennen, war bislang nicht klar, ob die beiden übrigen Systembetreiber, die Duales System Deutschland GmbH (DSD) und die ALBA-Tochter Interseroh, ihre Finanzierungslücke in Höhe von etwas mehr als 20 Millionen Euro würden schließen können. Nun wurde eine Einigung für 2014 gefunden.

Beide Systeme bekommen das Geld vom Handel zur Verfügung gestellt. Die Reclay Group hatte in der Sitzung der Gemeinsamen Stelle vergangenen Freitag noch Gremienvorbehalte angemeldet. Die Fragen sind nun geklärt, der Lösung wurde zugestimmt. „Wir freuen uns, dass DSD und Interseroh ihre Finanzierungsprobleme mit Hilfe ihrer Kunden gelöst haben. Damit gehen schwierige und langwierige Verhandlungen zu Ende und alle können sich endlich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren“, kommentiert Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group. „Allerdings macht die Finanzierung des Handels deutlich, dass beide Systeme wohl zu niedrige Preise mit ihren Kunden vereinbart haben und eine Deckung so von Beginn an nicht möglich war. Schlussendlich ist die Finanzspritze des Handels damit nichts anderes als eine nachträgliche Preiserhöhung.“

In der am Freitag stattgefundenen Sitzung der Gemeinsamen Stelle der dualen Systeme wurden zudem die neuen Clearingstellenverträge ab 2015 unterzeichnet. Dazu zählen einheitliche Prüfrichtlinien für die Mengenmeldungen an die Clearingstelle und Vereinbarungen für die Zahlungen der Nebenentgelte an die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger ab dem Jahr 2015. Die privatwirtschaftlich organisierte Verpackungssammlung und -entsorgung wurde damit auf eine langfristige stabile Grundlage gestellt.

Quelle: Reclay Holding GmbH