Stuttgart-Ulm und Brückensanierungen: ISTE lädt zu Baustoff-Tagen 2014

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ISTE-Baustoff-Tage (Foto: ISTE)

Ostfildern — Wann werden Millionen Tonnen Material aus der größten Baumaßnahme Europas (Stuttgart-Ulm) ausgeschrieben? Wie kann der Verfüllungsengpass in Baden-Württemberg gelöst werden? Wann werden die Brücken saniert? Solche und ähnliche Fragen werden die Baustoff-Tage 2014 mit dem 17. Baustoff-Recycling-Tag am 22. und 23. Oktober 2014 in Filderstadt bei Stuttgart zuu beantworten versuchen. Zum jährlichen Branchentreff kommen regelmäßig über 300 Entscheider, Vertreter von Verwaltung, Planungs- und Ingenieurbüros, Baustoff-Herstellern sowie von Bauunternehmen zusammen. Dies soll auch 2014 mit interessanten und praxisorientierten Vorträgen und Referenten wieder gelingen.

Der erste Tag startet mit Umweltminister Franz Untersteller zum Thema „Ressourceneffizienz in der Bauwirtschaft“. Danach soll die besorgniserregende Knappheit an Deponie und Verfüllungsmaßnahmen aus unterschiedlichen Positionen (Verwaltung, Bauwirtschaft und Unternehmerseite) thematisiert werden. Am Nachmittag greifen die Referenten innovative Verwertungswege von Gipsabfällen sowie marode Abwasserkanäle und den damit verbundenen Investitionsbedarf auf. Schließlich wird über die Fortentwicklung des UM-Erlasses zum Baustoff-Recycling in Baden-Württemberg und diverser Verwaltungsvorschriften gesprochen.

Die entscheidenden Fragen am zweiten Tag der Veranstaltung lauten: Wie steht es um den Zustand unserer Infrastruktur, speziell Straßen und Brücken? Wie kann unsere Verkehrsinfrastruktur insgesamt besser erhalten und finanziert werden? Ganz exklusiv wird die Bahn über ihre Schwierigkeiten informieren, Millionen Tonnen Aushub aus der größten Baustelle Europas zu verwerten.

Neben Landesverkehrsminister Winfried Hermann konnten die Veranstalter den ehemaligen Bundesverkehrsminister und Vorsitzenden der „Kommission für Nachhaltige Verkehrsinfrastrukturfinanzierung“, Prof. Kurt Bodewig, gewinnen. Bodewig wird an die letztjährigen verkehrspolitischen Ausführungen von Dr. Karl-Heinz Daehre („Daehre-Kommission“) nahtlos anknüpfen. Die anschließende Podiumsdiskussion mit den verkehrspolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen wird mit Spannung erwartet.

Zu den technischen Rahmenbedingungen bei der Zustandserfassung, Erhaltung und Sanierung von Straßen und Brücken haben wieder namhafte Experten aus der Verwaltung und den Hochschulen aus Baden-Württemberg und Bayern ihr Kommen zugesagt. Unter anderem werden von Prof. Dr. Christian Große vom Centrum Baustoffe und Materialprüfung, München, neue Technologien zum Online-Monitoring des Zustandes von Ingenieurbauwerken dargestellt. Angesichts der stets steigenden Anforderungen an die Umwelt- und Technikqualität von Baustoffen ist die Branche mehr denn je auf Forschung und technische Innovationen angewiesen.

Für reichlich Information und Neuheiten steht das diesjährige Abschlussthema „DB-Großprojekt Stuttgart – Ulm“. Verantwortliche DB-Projektleiterüber werden über zu erwartende Aushubmengen berichten. Wohin das Material dann letztlich geht, hängt von den Ergebnissen einer Bahn-Ausschreibung im kommenden Jahr ab. Interessenten  können sich hier vorab informieren und anschließend frühzeitig ausloten, ob die Annahme von Material für sie in Frage kommen würde. Da die Ausschreibung nicht auf Baden-Württemberg begrenzt ist, ist gerade dieses Thema auch für Unternehmen aus anderen Bundesländern hochinteressant.

Das Programm incl. Anmeldeformular steht zum Download auf der Internetseite des ISTE zur Verfügung.

Quelle: Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg (ISTE)