175 Millionen Euro: Bayern ist Spitzenreiter bei Kleinkläranlagen-Förderung

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Kläranlage (Foto: ©Dieter Schütz /http://www.pixelio.de)

München — Bei der öffentlichen Abwasserentsorgung arbeiten Freistaat und Kommunen seit Jahrzehnten erfolgreich zusammen. Daher betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber bei der Übergabe eines Förderbescheides für sieben Kleinkläranlagenbetreiber der Gemeinde Babensham: „Durch intensive Bemühungen hat Bayern bei der öffentlichen Abwasserentsorgung höchste Standards für eine hervorragende Gewässerqualität gesetzt. Ein bedeutender Beitrag für die sichere Abwasserentsorgung im ländlichen Raum ist die Unterstützung von Kleinkläranlagen. In den vergangenen zehn Jahren hat der Freistaat rund 175 Millionen Euro für den Bau und die Nachrüstung von Kleinkläranlagen zur Verfügung gestellt. Damit ist Bayern Spitzenreiter im Ländervergleich.“

Die öffentliche Abwasserentsorgung ist ein großes Erfolgskapitel bayerischer Umweltpolitik. Rund 97 Prozent der Bevölkerung in Bayern sind heute an knapp 2.700 kommunale Abwasseranlagen angeschlossen. Das Abwasser der restlichen drei Prozent der Bevölkerung wird dauerhaft über mechanisch-biologische Kleinkläranlagen entsorgt. Deshalb unterstützt der Freistaat seit dem Jahr 2003 die Betreiber mit einem speziellen Förderprogramm. Ziel des Programms ist es, Kleinkläranlagen die Umrüstung auf den aktuellen Stand der Technik zu ermöglichen. Rund 60.000 Kleinkläranlagen wurden seitdem mit biologischen Stufen nachgerüstet. Dabei wurden insgesamt rund 175 Millionen Euro bewilligt, wobei die Mittel überwiegend in den ländlichen Raum flossen. Da die Umrüstung der in Betracht kommenden Kleinkläranlagen nahezu abgeschlossen ist, läuft das Förderprogramm Ende des Jahres 2014 aus.

Insgesamt hat die Staatsregierung in den vergangenen Jahrzehnten die Kommunen bei der Errichtung von Abwasseranlagen mit rund 8,8 Milliarden Euro finanziell unterstützt.

„Bayern ist Vorreiter bei der Kleinkläranlagenförderung und hat mehr Anlagen nachgerüstet als alle anderen Länder. Unser Ziel ist die vollständige Umrüstung bis zum Jahr 2015. Wer von der Förderung noch keinen Gebrauch gemacht hat, sollte die Gelegenheit in den nächsten Monaten nutzen“, erklärte Huber.

Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz