HWWI: Index für NE-Metalle im Juli um 5 Prozent gestiegen

1650
Logo Hamburgisches WeltWirtschafts Institut

Hamburg — Im Juli ist der HWWI-Rohstoffpreisindex im Vergleich zum Monatsdurchschnitt Februar auf US-Dollar-Basis um 2,6 Prozent und in Euro um 2,3 Prozent gesunken. Die Energierohstoffe sanken im Juli um 3 Prozent (in Euro: -2,6 Prozent), wohingegen sich die Metalle verteuerten. So stieg der Index für NE-Metalle um 5 Prozent (in Euro: +5,4 Prozent).

Der Index für NE-Metalle stieg im Juli um 5 Prozent (in Euro: +5,4 Prozent). Am stärksten verteuerte sich Zink mit 8,4 Prozent (in Euro: +9,1), gefolgt von Aluminium mit 6,2 Prozent (in Euro: +6,6 Prozent) und Kupfer mit 4,3 Prozent (in Euro: +4,7 Prozent). Alle Metalle profitierten von guten US-amerikanischen und chinesischen Wachstumszahlen. Zusätzlich wirkten beim Zink die Nachrichten über einen möglichen Angebotsengpass preissteigernd. Dieser drohe, da sich in den nächsten Jahren die Zinkförderung in wichtigen Minen weitestgehend erschöpft – darunter auch die Century Mine in Australien mit einer Produktion 2014 von etwa 480.000 Tonnen Zinkkonzentrat. Der weltweite Zinkkonsum liegt zurzeit bei etwa 13 Millionen Tonnen. Auch die gesunkenen Zinklagerbestände trugen dazu bei, dass der Zinkpreis auf ein Dreijahreshoch anstieg. Es ist davon auszugehen, dass es China gelingen wird, die erwarteten Produktionsrückgänge beim Zink mithilfe eigener Minen auszugleichen.

Auch der Preis für Aluminium stieg in einem Umfeld von wachsender Nachfrage und sinkender Lagerbeständen an. Auf dem Aluminiummarkt zeigen nun Minenschließungen Wirkung, zu denen sich große Minenkonzerne in der jüngsten Vergangenheit aufgrund zu geringer Margen entschlossen hatten. Zudem fragen internationale Automobilkonzerne mehr Aluminium anstatt Stahl nach, um das Gewicht ihrer Fahrzeuge zu reduzieren. Der Kupferpreis, aber auch der Eisenerzpreis, der um 3,5 Prozent (in Euro: +3,9 Prozent) anstieg, dürften im letzten Monat vor allem von den positiven chinesischen Wirtschaftszahlen profitiert haben. Mit einem Marktanteil von etwa 40 Prozent beim weltweit nachgefragten Kupfer und nahezu Zweidritteln am global übers Meer verschifften Eisenerz ist China der weltweit größte Konsument beider Metalle.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hambrgisches WeltWirtschaftsInstitut