Abfallverbrennungskapazitäten in Europa: IRRC informiert über Chancen und Risiken

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Quelle: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky

Nietwerder — In den etwa 450 europäischen Abfallverbrennungsanlagen können rund 78 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle pro Jahr verbrannt werden, wie Ferdinand Kleppmann, Präsident der Confederation of European Waste-to-Energy Plants – CEWEP – mitteilt. Kleppmann wird am 8. September 2014 auf dem internationalen Congress in Wien die Bedeutung der Abfallverbrennung als Verwertungsverfahren für Europa hervorheben. Sein Vortrag widerlegt die These von den Überkapazitäten der Abfallverbrennung und der daraus angeblich ausgehenden Gefahr für eine ausgeglichene Abfallwirtschaft. Für Kleppmann verfügen zwar einige nordeuropäische Länder – Schweden, Dänemark, Deutschland und die Niederlande – über gewisse Reservekapazitäten; allerdings weisen alle anderen Länder in Europa erhebliche Behandlungsdefizite auf.

In Ländern mit auskömmlichen Verbrennungskapazitäten werden regelmäßig auch hohe Recyclingquoten erreicht, während die Deponierung unbehandelter Abfälle praktisch eingestellt wurde. Einige Länder können sogar Reservekapazitäten in ihren hocheffizienten Anlagen Ländern anbieten, deren Abfallwirtschaft – gemessen an den EU-Standards – unterentwickelt sind. Zehn EU-Mitgliedsstaaten verfügen über keine oder unbedeutende Abfallverbrennungskapazitäten; hier werden unvorbehandelte Abfälle noch in erheblichem Umfang abgelagert.

Im Licht der jüngsten Vorschläge der Europäischen Kommission zur Abfallwirtschaft und insbesondere ihrer konkreten Zielvorgaben wird Kleppmann die zentrale Funktion und den Nutzen der Abfallverbrennung für ressourcen- und energieeffiziente Abfallwirtschaftsskonzepte erläutern.

Der Congress Waste-to-Energy findet am 8. und 9. September 2014 im Vienna Marriott Hotel in Wien statt. Mit mehr als vierzig Vorträgen zu politischen, strategischen, rechtlichen und technischen Themen wird dies die größte internationale Vortragsveranstaltung dieses Jahres zum Thema Energy from Waste sein. Weitere Informationen sind unter vivis.de erhältlich.

Quelle: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky