Stiftung ear: Einfache WEEE-Sammelquoten statt 54 UNU-keys

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Quelle: Stiftung ear

Fürth — Laut WEEE2-Richtlinie beträgt ab 2016 die Mindestsammelquote durchschnittlich 45 Gewichtprozent der in Verkehr gebrachten Elektro(nik)geräte. Ab 2019 soll eine Quote von 65 Prozent gelten. Alternativ können Mitgliedstaaten dann auch 85 Prozent der insgesamt in einem Mitgliedsstaat anfallenden Elektro(nik)altgeräte (sog. „WEEE arising“) sammeln. Für die Berechnung dieser Zahl gibt es allerdings noch keine einheitliche Methodologie.

Die United Nations University hat in einer Studie namens „EU WEEE Article 7 Project“ eine Vorgehensweise vorgeschlagen, die 54 Unterkategorien (sog. UNU-Keys) für die momentan zehn und ab 2018 sechs WEEE-Gerätekategorien vorsieht.

Dagegen sprechen sich die Stiftung ear und Vertreter des EWRN (European WEEE Registers Network)  ausdrücklich aus. Ear-Vorstand Alexander Goldberg befürchtet eine Zunahme an Bürokratie für die Meldepflichtigen. Der neueste ear-Newsletter zitiert ihn mit den Worten: „Die WEEE2-Richtlinie propagierte eigentlich, bürokratische Hürden abzubauen. Dieses Ziel würde durch eine verbindliche Einführung der ‚UNU-keys‘ für alle Meldepflichtigen vollkommen ad absurdum geführt.“

54 Kategorien würden viele Produzenten vor nahezu unlösbare Aufgaben stellen und Mehraufwand sowie Zusatzkosten verursachen. Das System sollte daher so einfach wie möglich gehalten werden, um den administrativen Aufwand im Sinne der WEEE2 zu reduzieren und nicht noch zu erhöhen.

Quelle: Stiftung elektro-altgeräte-register