EU Kommission genehmigt Investitions-Beihilfe für Abfallvergasung in Lahti

1610
EU Kommission (Foto: © Schmuttel / http://www.pixelio.de)

Brüssel — Die Europäische Kommission ist nach eingehender Prüfung zu dem Ergebnis gelangt, dass die Investitionsbeihilfe in Höhe von 14,725 Mio. €, die der finnische Staat für eine Vergasungsanlage zu gewähren plant, mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht. Die Kommission stellte insbesondere fest, dass die Beihilfe energie- und umweltpolitischen Zielen der EU zugute kommen wird, ohne den Wettbewerb im Binnenmarkt in unangemessener Weise zu verfälschen.

Der für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsident der Kommission Joaquín Almunia erklärte: „In diesem Maßstab wurde die Vergasung von Abfällen bislang noch nirgendwo auf der Welt praktiziert. Der kommerzielle Einsatz des Verfahrens würde einen noch effizienteren Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung aus Abfällen in der EU ermöglichen.“

2012 meldete Finnland die geplante Förderung des Baus einer Vergasungsanlage in Lahti bei der Kommission zur Genehmigung an. Die Anlage soll von dem finnischen Unternehmen Lahti Energia gebaut werden. Dabei soll die sogenannte zirkulierende Wirbelschichtvergasung zur Rückgewinnung von Energie aus Abfällen zum Einsatz kommen. Die Anlage würde mit rund 250 000 Tonnen festen Ersatzbrennstoffen befeuert.

Die Kommission hat die Maßnahme nach den EU-Leitlinien für Umweltbeihilfen geprüft und festgestellt, dass die Vergasung eine umweltfreundlichere und effizientere Rückgewinnung von Energie aus Abfall erlaubt als herkömmliche Techniken. Insbesondere ermöglicht sie eine effizientere Energieerzeugung und eine bessere Stromkennzahl. Die Investition wird vor allem dazu führen, dass die bislang hauptsächlich auf fossiler Energie basierende Heizung sehr viel umweltfreundlicher werden wird; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Emission von CO2, die voraussichtlich um 279 000 Tonnen pro Jahr zurückgehen wird.

Des Weiteren leistet das Vorhaben einen Beitrag zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zur Diversifizierung der Energieversorgungsquellen. Ferner wird es den Bedarf an Deponien für künftige Abfälle verringern, Wissen für Forschungszwecke generieren und die nachhaltige Abfallbewirtschaftung optimieren.

Die Kommission gelangte daher zu dem Schluss, dass die positiven Auswirkungen der Beihilfe gegenüber Wettbewerbsverzerrungen, die sich möglicherweise aus der staatlichen Unterstützung ergeben können, eindeutig überwiegen.

Quelle: EU Kommission