Umweltschutz und Wirtschaftswachstum: EU-Initiative für grüne Beschäftigung

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Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium)

Wien — Die österreichische Umweltwirtschaft wächst fast doppelt so schnell wie Gesamtwirtschaft. Seit 2008 verzeichnet die grüne Wirtschaft einen positiven Trend sowohl bei Umsatz als auch Beschäftigten. „Wir müssen das Potenzial der grünen Wirtschaft zur Schaffung von Arbeitsplätzen nutzen. Der Umweltsektor soll eine stärkere Rolle in der gemeinsamen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie einnehmen“, sagt Österreichs Bundesminister Andrä Rupprechter.

„Dass EU-Umwelt- und EU Arbeitsminister zum ersten Mal gemeinsam tagen, zeigt den Stellenwert der green economy für die Zukunft Europas“, stellt Rupprechter fest. Green jobs standen im Mittelpunkt des ersten gemeinsamen Treffens in Mailand. Rupprechter hatte sich schon im Vorfeld für diesen Schritt eingesetzt: „Umweltschutz schafft Wirtschaftswachstum, umweltgerechtes Wachstum schafft green jobs. Mit einer Initiative für ökologisches Wachstum kann Europa nachfolgenden Generationen eine sichere Zukunft ermöglichen. Österreich kann mit seinen Erfahrungen einen wichtigen Beitrag leisten.“

Auch Umweltkommissar Janez Potocnik teilt diese Meinung. Deswegen soll die Europäische Kommission eine gesamteuropäische Erhebung durchführen. Ziel ist ein möglichst breiter Ansatz, der verschiedenste Bereiche verbindet. „Die Grüne Kraft kann den Beschäftigungsmotor in Europa wieder ankurbeln. Bundesminister Hundstorfer [für Arbeit uund Soziales] und ich ziehen diesbezüglich gemeinsam an einem Strang“, betont Rupprechter.

In Österreich ist in etwa jeder 20. Arbeitsplatz ein green job. Die derzeit rund 175.000 green jobs sollen in den nächsten vier Jahren auf 200.000 gesteigert werden. Die Umweltwirtschaft wächst deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft. Der dabei erwirtschaftete Umsatz soll in den nächsten vier Jahren von rund 35 auf 40 Milliarden erhöht werden.

Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft