Kanton Luzern verzeichnet stabile Entwicklung beim Siedlungsabfällen

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Quelle: LUSTAT Statistik Luzern

Luzern, Schweiz — Im Jahr 2013 wurden im Kanton Luzern mit rund 164.000 Tonnen beinahe gleich viel Siedlungsabfälle wie im Vorjahr gesammelt. Während sich bei den Sonderabfällen über einen längeren Zeitraum betrachtet grosse Schwankungen zeigen, veränderten sich die Menge der wiederverwendeten Recyclingbaustoffe kaum.

In den letzten Jahren blieb die Menge des Siedlungsabfalles pro Person im Kanton Luzern mehr oder weniger stabil: Im Jahr 2013 lag sie bei nicht ganz 424 Kilogramm. Die absolute Menge betrug rund 163.600 Tonnen, was einer Zunahme um 0,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 entsprach. Etwas mehr als die Hälfte – rund 82.600 Tonnen – wurde als Hausabfälle in den Müllverbrennungsanlagen energetisch genutzt. Rund 81.000 Tonnen wurden separat gesammelt und der stofflichen Verwertung zugeführt.

Baumaterialien: Kaum Veränderungen

Insgesamt wurden im Kanton Luzern im Jahr 2013 rund 417.000 Kubikmeter Recyclingbaustoffe als Baumaterialien wieder eingesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Menge kaum verändert (2012: 420.000 m3). Eingesetzt wurden insgesamt gut 61.000 Kubikmeter Asphaltgranulat, nicht ganz 190.000 Kubikmeter Betongranulat, 52.000 Kubikmeter Recyclingkiessand und 53.000 Kubikmeter Mischgranulat. Auch hier gab es bei den einzelnen Materialien keine grösseren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Sonderabfälle: Grosse Schwankungen

Rund 95.000 Tonnen Sonderabfälle fielen 2012 im Kanton Luzern an,  gut 26.000 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Mengenmässig schlugen hauptsächlich die mineralischen Abfälle (u.a. verschmutzter Aushub) sowie die Behandlungsrückstände/Schlämme mit je rund 40.000 Tonnen zu Buch. Die grossen jährlichen Schwankungen des Sonderabfall-Mengentotals gehen auf das Konto der mineralischen Abfälle, deren Menge eng mit der Bautätigkeit auf belasteten Standorten und mit Altlastensanierungen zusammenhängt.

Kompostier- und Vergärungsanlagen: Überkapazität

Die neun landwirtschaftlichen Co-Vergärungsanlagen verarbeiteten im Jahr 2013 wie im Vorjahr rund 7.000 Tonnen biogene Abfälle. Rund 5.600 Tonnen davon stammten aus dem Kanton Luzern, etwa 1.400 Tonnen waren ausserkantonaler Herkunft. Die drei industriellen Vergärungs- und Kompostieranlagen verarbeiteten 54.000 Tonnen biogene Abfälle (2012: 51.000 t), wovon rund 34.500 Tonnen im Kanton Luzern anfielen und rund 19.600 Tonnen eingeführt worden waren. Die Behandlungskapazität für biogene Abfälle aller Kompostier- und Vergärungsanlagen lag im Jahr 2013 im Kanton Luzern bei knapp 140.000 Jahrestonnen. Es besteht eine Überkapazität in der Höhe von rund 66.000 Tonnen.

Die neu erstellte Abfallplanung des Kantons Luzern liefert wesentliche Grundlagen für eine gezielte Steuerung und Entwicklung der kantonalen Abfallwirtschaft. Sie kann über die Webseite der Dienststelle Umwelt und Energie bezogen werden.

Quelle: LUSTAT Statistik Luzern