EU-Generaldirektor Falkenberg wird IRRC Waste-to-Energy in Wien eröffnen

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Quelle: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky

Nietwerder — Der Generaldirektor der Europäischen Kommission, Karl-Friedrich Falkenberg, wird am 8. September in Wien den Internationalen Congress „Waste to Energy“ eröffnen.  Führungskräfte und Fachleute der thermischen Abfallbehandlung in Europa treffen auf Interessierte angrenzender Länder, insbesondere aus den neuen EU-Staaten, in denen Entwicklungen zu EU-konformen Abfallwirtschaftskonzepten zumindest erkennbar sind. Präsentiert werden politische Konzepte, Strategien und Rechtsnormen sowie Berichte über EU-Länder mit neuen Ansätzen und Entwicklungen.

Im Mittelpunkt des IRRC stehen strategische Vorträge. Ferdinand Kleppmann, Präsident des europäischen Verbands der Betreiber  von Abfallverbrennungsanlagen (CEWEP), wird über Neuerungen des EU-Rechts sprechen, soweit die Abfallverbrennung betroffen ist. Simon Holbrook vom Europäischen IPPC-Büro referiert über die Arbeiten am Merkblatt zur besten verfügbaren Technik bei der Abfallverbrennung. Professor Thomé-Kozmiensky setzt sich kritisch mit Fehlentwicklungen bei der öffentlichen Präsentation der Abfallwirtschaft auseinander, unter anderem mit dem Stellenwert der Abfallverbrennung in Abfallwirtschaftskonzepten und der Notwendigkeit von thermischen Verfahren und Deponien zur Schadstoffsenke in Recyclingprozessen.

Technische Schwerpunkte sind Energieeffizienz, Abgasbehandlung und Aschenverwertung. Anlagenbau und Wissenschaft zeigen Trends und neueste technische Entwicklungen. Problematische Ansätze werden untersucht, darunter der eigenwillige englische Weg mit der Renaissance von Vergasungsverfahren sowie Fortschritte in neuen EU-Beitrittsländern sowie in der Türkei und in arabischen Ländern.

In den Sitzungen des zweiten Kongresstages werden abfallwirtschaftliche  Entscheidungsprozesse sowie politisch propagierte Ansätze wie die Null-Abfall-Gesellschaft auf ihre Seriosität untersucht. Unterschiedliche Städte – Wien, Krakau und in der Türkei – werden einander gegenübergestellt. In Deutschland als unbrauchbar eingeschätzt und kritisch beurteilte Alternativen wie Pyrolyse, Vergasung, Vergärung, mechanisch-biologische Abfallbehandlung und Ersatzbrennstoffherstellung und -verwertung sieht man in einigen Ländern als chancenreich an. Diese Ansätze werden präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten und in der Plenarveranstaltung simultan übersetzt. Die Beiträge des zweiten Tages werden ausschließlich englisch gehalten. Die  schriftlichen Beiträge werden in englischer Sprache in einem Buch publiziert

Weitere Informationen sind unter vivis.de erhältlich.

Quelle: TK Verlag Karl Thomé-Kozmiensky