Erbschaftssteuer auf Betriebsvermögen gefährdet Arbeitsplätze im Mittelstand

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Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand

Berlin — Der Bundesvorsitzende des Liberalen Mittelstands, Thomas L. Kemmerich, spricht sich für die Beibehaltung der Verschonungsregeln bei Vererbung von Betriebsvermögen aus, um die Zukunft des Standorts Deutschland nicht aufs Spiel zu setzen.

Sein Argument: „In Unternehmen ist das Vermögen gebunden und wird produktiv eingesetzt. Es liegt nicht in Form von Bargeld im Tresor oder auf dem Konto, sondern steckt meist im Gebäude, den Maschinen und Anlagen. Würde auf dieses gebundene Vermögen Erbschaftsteuer fällig, entzieht man den Familienunternehmen das Geld für notwendige Investitionen oder zwingt Erben sogar zum Verkauf von Maschinen bzw. des Unternehmens, um die anfallende Steuer zu zahlen.“

Sollte das Bundesverfassungsgericht die aktuelle Regelung kippen, würde der Mittelstand gefährdet. Die Zukunft vieler Unternehmen und damit zahlreicher Jobs stünden auf dem Spiel. Laut des Deutschen Industrie- und Handelskammertages wären pro Jahr rund 500.000 Arbeitsplätze in Deutschland bedroht. Der Liberale Mittelstand fordert deshalb, dass Änderungen am Erbschaftssteuerrecht nicht zulasten der nächsten Unternehmergeneration erfolgen dürfen.

„Eine Steuerpolitik, die den Mittelstand und damit den Motor der deutschen Wirtschaft schwächt, trifft am Ende alle. Als kleine und mittelständische Unternehmen sind wir bereit, einen großen Teil der Steuerlast zu tragen und Verantwortung für Deutschland zu übernehmen. Der Mittelstand sorgt mit seinen Beiträgen für die Finanzierung unserer sozialen Sicherungssysteme. Ohne Mittelstand keine Rentenversicherung, kein leistungsfähiges Gesundheitswesen, und die Pflegeversicherung wäre schon heute am Ende. Wenn wir aber über Gebühr belastet werden, werden wir das alles nicht mehr leisten können“, appelliert Thomas L. Kemmerich.

Quelle: Liberaler Mittelstand e.V. – Bundesvereinigung c/o FDP-Bundesgeschäftsstelle