Richtlinie VDI 2095 Blatt 2: Behandlung von Bauabfällen zur Feinstaubbelastung

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Bauschutt (Foto: Kroll/Recyclingportal)

Düsseldorf – Die Feinstaubbelastung in Städten wird neben Faktoren wie Straßenverkehr und Hausbrand auch durch Staubemissionen beeinflusst, die durch die Aufbereitung von Baustellenabfällen entstehen. Hier setzt die neue VDI 2095 Blatt 2 an: Die Richtlinie gibt Anleitungen zur Emissionsminderung für Anlagen zur Behandlung von gemischten Bau- und Abbruchabfällen gemäß der Gewerbeabfallverordnung und für Anlagen, in denen diese zusammen mit Gewerbeabfällen und Sperrmüll vorbehandelt werden.

Der Gesamtprozess der Behandlung von Bau- und Abbruchabfällen umfasst die Anlieferung und Lagerung des Ausgangsmaterials, die Aufbereitung einschließlich Zerkleinerung, Klassierung und Sortierung sowie die Förderung und Lagerung der erzeugten Materialien und die notwendigen Transporte. Die neue Richtlinie VDI 2095 Blatt 2 beschreibt technische und organisatorische Möglichkeiten zur Staubemissionsminderung in diesem Gesamtprozess und stellt darüber hinaus eine Anleitung für Emissionsmessungen zur Verfügung.

VDI 2095 Blatt 2 richtet sich an Vertreter von Bau- und Abbruchunternehmen, Aufsichtsbehörden, Prüfstellen, Berufsgenossenschaften sowie Architekten- und Planungsbüros. Die Richtlinie gilt nicht für Anlagen, in denen ausschließlich Leichtverpackungen (Wertstofftonne, gelber Sack) aufbereitet werden, oder in denen ausschließlich mineralische Bau- und Abbruchabfällen aufbereitet werden (siehe hierzu Richtlinie VDI 2095 Blatt 1).

Herausgeber der Richtlinie VDI 2095 Blatt 2 zur „Emissionsminderung – Lagerung, Umschlag und Behandlung von gemischten Bau- und Abbruchabfällen (auch gemeinsam mit Sperrmüll, sowie Gewerbeabfällen)“ ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN.

Die Richtlinie ist ab sofort in deutsch/englischer Fassung zum Preis von EUR 99,40 beim Beuth Verlag (Telefon +49 30 2601-2260) bestellbar. Weitere Informationen sowie Onlinebestellungen unter vdi.de oder beuth.de.

Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.