HWWI: Index für Eisenerz und Stahlschrott um 7 Prozent gesunken

1193
Logo Hamburgisches WeltWirtschafts Institut

Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist auf US-Dollar-Basis im Juni im Vergleich zum Vormonatsdurchschnitt um 1,7 Prozent und in Euro bewertet um 2,8 Prozent angestiegen. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren die Ölpreise, die um 2,6 Prozent (in Euro: +3,7 Prozent) höher notierten. Die NE-Metalle verteuerten sich ebenfalls um 1,2 Prozent (in Euro: +2,3 Prozent). Die anderen Rohstoffe verbilligten sich hingegen. Dementsprechend sank der Index ohne Energie um 2,1 Prozent (in Euro: -1 Prozent). Besonders gab dabei der Index für Eisenerz und Stahlschrott mit 7 Prozent (in Euro: -6 Prozent) nach.

Der Index für NE-Metalle stieg im Mai um 1,2 Prozent (in Euro: +2,3 Prozent). Die stärksten Preissteigerungen verzeichnete dabei Aluminium mit 4,8 Prozent (in Euro: +5,9 Prozent) und Zink mit 3,2 Prozent (in Euro: +4,3 Prozent). Die Preiserhöhungen beim Zink wurden durch ein Defizit auf dem Markt ausgelöst, nachdem jahrelang ein Angebotsüberschuss vorlag. Große Bergbaukonzerne reduzierten Kapazitäten und verzögerten die Eröffnung neuer Minen mit dem Ziel, das Angebot zu senken.

Gleichzeitig bleibt die Zinknachfrage aufgrund der weiterhin starken weltweiten Nachfrage nach Autos oder Haushaltsgeräten hoch. Das geringere Angebot führte im Vergleich zu den letzten Jahren zu wesentlich niedrigeren Zinklagerbeständen an der Londoner Metallbörse. Beim Aluminium war ebenfalls die Angebotsseite verantwortlich für die Preissteigerung. Auch hier reduzierten Anbieter ihre Kapazitäten und der indonesische Ausfuhrbann auf Bauxit, aus dem hauptsächlich Aluminium produziert wird, stützte die Preise.

Im Juni ging der Nickelpreis um 4,7 Prozent (in Euro: -3,7 Prozent) zurück. Damit korrigierte der Nickelpreis weiter nach unten: Zwischen Januar 2014 und Mitte Mai war der Preis hauptsächlich wegen der indonesischen Ausfuhrbeschränkungen noch um gut 52 Prozent (in Euro: +51,8 Prozent) angestiegen.

Beim Eisenerz setzten sich die Preisrückgänge der vergangenen Monate fort und es kostete weniger als 90 US-Dollar pro Tonne – so wenig wie zuletzt im September 2012. Der sinkende Eisenerzpreis im Mai hat dazu beigetragen, dass sich Eisenerz seit Jahresbeginn um nun rund 30 Prozent in US-Dollar als auch in Euro bewertet verbilligt hat. Beim Eisenerz wirkte sich preisdämpfend aus, dass zusätzliche Mengen an Eisenerz besonders aus Australien auf dem internationalen Eisenerzmarkt angeboten wurden.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschafts Institut