Israelische Elektroaltgeräte- und Altbatterie-Verordnung greift ab 1. März

1411
Quelle: European Recycling Platform (ERP)

Jerusalem, Aachen — Vor wenigen Tagen hat die Knesset den letzten Teil der Elektroaltgeräte- und Altbatterieverordnung verabschiedet, nachdem die ERP Tochter Ecommunity die Genehmigung zum Betreib eines Rücknahmesystem für Altgeräte und Batterien in Israel erhalten hat. Die European Recycling Platform (ERP) und das israelische Verwertungsunternehmen „Ecology“ hatten bereits im letzten Jahr ein Joint Venture namens Ecommunity gegründet, um ein genehmigtes Elektroaltgeräte- und Batterie-Rücknahmesystem in Israel zu etablieren.

Das israelische Parlament Knesset verabschiedete das WEEE- und Batterierücknahmegesetz, das ursprünglich am 1. Januar 2014 in Kraft treten sollte, im Sommer letzten Jahres. Das Gesetz sieht ehrgeizige Ziele für Sammlung und Recycling vor, die jährlich wachsen, um bis 2020 eine Rücklaufquote von 50 Prozent zu erreichen, ähnlich den Zielen des WEEE-Recasts der EU. Das Gesetz legt massive Geldstrafen für Hersteller und Importeure fest, die diese Ziele nicht erfüllen. Nun hat die Knesset endgültig das Datum des Inkrafttretens für 1. März 2014 bestätigt, um Herstellern und Importeuren genügend Zeit zu geben, einem der beiden genehmigten Systeme beizutreten.

Freiwilliges Rücknahmesystem seit 2009

Mit dem Joint Venture von ERP und Ecology wurden die internationalen Erfahrungen der ERP mit den exzellenten Marktkenntnissen von Ecology zusammengebracht, das schon seit 2009 ein freiwilliges Rücknahmesystem für Elektroaltgeräte in Israel betreibt. ERP betreibt 27 Rücknahmesysteme unter unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen mit einer globalen Verwertungskette. Das Joint Venture ist Teil der Expansionsstrategie von ERP, globale Compliance-Lösungen für internationale Produzenten und lokalen Importeure von Elektroaltgeräten und Batterien zu liefern. Die Ausdehnung nach Israel begleitet die Stärkung des Europe-Plus-Package, das Produzenten einen zentralen Ansprechpartner für alle Compliance-Anforderungen in Europa und darüber hinaus bietet.

„Mit dieser Partnerschaft haben wir eine sofortige Lösung, sowohl für internationale Produzenten, als auch für lokale Importeure von Elektrogeräten und Batterien sichergestellt. Internationale Produzenten können sich auf die internationalen Recyclingstandards der ERP verlassen, während lokale Importeure von den Erfahrungen der ERP profitieren können, kosteneffektive Rücknahmesysteme in unterschiedlichen Ländern aufzubauen. Ich bin sehr stolz hinzuzufügen, dass die Genehmigung durch das israelische Umweltministerium einen weiteren Beweis für die Qualität unseres Service darstellt“, betont Umberto Raiteri, Präsident und CEO von ERP.

Zur Förderung der Recyclingindustrie

Yossi Ben Shalom (Vorstandsvorsitzender von Ecommunity) fügt hinzu: „Das Investment des globalen Rücknahmesystems ERP ist ein bedeutender und wichtiger Schritt und gleichzeitig ein Ausdruck des Vertrauens in das israelische Ministerium für Umweltschutz und den Umweltminister Amir Peretz, der diese Entwicklung der Kreislaufwirtschaft in Israel vorantreibt. Ich möchte den Wert unserer Partnerschaft mit ERP betonen, der der Förderung der Recyclingindustrie in Israel zu gute kommt.“

Die European Recycling Platform wurde im Dezember 2002 von den Unternehmen Braun, Electrolux, HP und Sony als Reaktion auf die Einführung der Elektro- und Elektronikaltgeräte- Richtlinie (WEEE) der Europäischen Union ins Leben gerufen. Die Mission von ERP besteht darin, eine kosteneffektive Implementierung der Richtlinie zum Vorteil der teilnehmenden Unternehmen und deren Kunden sicherzustellen. ERP ist das erste WEEE-Compliance-System, das in den Ländern Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien und im Vereinigten Königreich zum Betrieb zugelassen ist und somit als Erstes die Vorteile multinationaler Recycling-Abläufe an den Kunden weitergibt.

 Quelle: European Recycling Platform (ERP) Deutschland GmbH