EU Kommission setzt auf „grüne Arbeitsplätze“

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Sortierwerk (Foto: TEXAID)

Brüssel — Die Herausforderungen und Beschäftigungschancen der gegenwärtigen Umstellung auf eine grüne, CO2-arme sowie energie- und ressourceneffiziente Wirtschaft hat die Europäische Kommission jetzt darlegt. In einer Mitteilung mit dem Titel „Initiative für grüne Beschäftigung“ wird ein integrierter Rahmen abgesteckt, in dem Arbeitsmarktstrategien und Strategien für den Erwerb von Qualifikationen aktiv zu dieser Umstellung beitragen können.

Es werden Prioritäten aufgestellt: Antizipation des Qualifikationsbedarfs und Konzipierung geeigneter Ausbildungsstrategien zur Unterstützung der Arbeitskräfte bei der strukturellen Umstellung, Unterstützung von Arbeitsmarktübergängen und Stärkung von Regelungsmechanismen und Partnerschaftsinitiativen. Die Mitteilung bildet ein Paket mit der Mitteilung zur Kreislaufwirtschaft und der Mitteilung zum Grünen Aktionsplan für KMU (vgl. IP/14/763 und IP/14/766).

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte: „Die strukturelle Umstellung auf eine grüne, ressourceneffiziente Wirtschaft hat bereits tiefgreifende Umwälzungen in allen Branchen in Gang gesetzt. Wir haben jetzt die Möglichkeit, umweltfreundliche Arbeitsplätze von hoher Qualität zu schaffen. Gleichzeitig können wir auf nachhaltige Weise die Zukunft der nachfolgenden Generationen sichern und zur Überwindung der Wirtschaftskrise beitragen. Wenn wir die richtigen Politikstrategien umsetzen, wird die grüne Wirtschaft entscheidend dazu beitragen, dass Europa global wettbewerbsfähiger wird. Auch wird sie uns bei der Erreichung der Zielsetzungen der Strategie Europa 2020 helfen.“

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik sagte: „Die Umstellung auf eine grüne, ressourceneffiziente Wirtschaft bietet uns in erster Linie die Chance, die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu verbessern und hochwertige, nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. Mithilfe der Initiative für grüne Beschäftigung können wir Umwelt- und Beschäftigungspolitik miteinander in Übereinstimmung bringen und diesen Prozess entscheidend vorantreiben.“

Die Zahl „grüner“ Arbeitsplätze – bei denen es um Informationen, Technologien oder Werkstoffe geht, die der Umwelt dienen – nimmt in Europa rasch zu. Darunter fallen Jobs in den Bereichen Wiederverwertung/ Recycling, Biologische Vielfalt, Dämmung zur Erhöhung der Energieeffizienz, Verbesserung der Luftqualität sowie Erneuerbare Energien. Selbst während der Rezession – so die Kommission – nahm die Zahl der Arbeitsplätze in diesen Bereichen um 20 Prozent zu. Die EU hat die Verlagerung der Wirtschaft hin zu diesen Branchen als Schlüssel für nachhaltiges Wachstum erkannt. Nach Ihrer Schätzung könnten 20 Millionen Jobs bis 2020 in der grünen Wirtschaft geschaffen werden.

Weitere Informationen sind unter europa.eu erhältlich.

Quelle: EU Kommission