IPR im Gespräch: Konica Minolta engagiert sich für Recyclingpapier

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Johannes Bischof (Foto: Initiative Pro Recyclingpapier)

Berlin — „Konica Minolta entwickelt seit mehr als 20 Jahren multifunktionale Drucksysteme nach den Anforderungen des Blauen Engels. Um den ökologischen Fußabdruck unserer Geschäftsaktivitäten zu minimieren, unterstützen wir unsere Kunden dabei, Energiesparpotenziale aufzudecken und raten zur Nutzung von Recyclingpapier auf unseren Systemen“, meint Johannes Bischof, Präsident der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH.  Gründe und Motive für dieses Engagement erläuterte Johannes Bischof im Rahmen der Reihe “Die IPR im Gespräch”.

Warum beteiligen Sie sich persönlich an der bundesweiten CEO-Kampagne?

Für uns als Business Solutions-Spezialist ist Papier noch immer ein wesentlicher Faktor des Geschäftsmodells. Gerade deswegen wissen wir um den Wert des vermeintlichen Alltagsprodukts. Auf jeden Bundesbürger entfallen mittlerweile durchschnittlich rund 250 Kilogramm Papier pro Jahr. Konica Minolta empfindet eine besondere Verantwortung für das Wohlergehen dieses Planeten und seiner Bewohner. Daher ist es für mich selbstverständlich, eine Initiative zu unterstützen, die den effizienten Umgang mit dem Produkt Papier fördert.

Warum ist Ihnen die Nutzung von Recyclingpapier ein wichtiges Anliegen?

Ein Großteil der von uns produzierten Hardware verarbeitet Papier. Unser Interesse ist deshalb, das Potenzial von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel optimal zu nutzen. Wir richten sogar die Technik unserer Multifunktions- und Produktionsdrucksysteme darauf aus: Für Recyclingpapier ist das sogenannte „Deinking“, das heißt die Tonerentfernung aus dem Papier entscheidend. Hier erzielt ein von uns entwickelter Polymerisationstoner Bestnoten, zertifiziert von der Internationalen Forschungsgemeinschaft für Deinking-Technik (INGEDE).

Wie ist das Thema Ressourcenschutz in Ihrem Unternehmen verankert?

Wir analysieren ständig die Umweltauswirkungen unserer Produkte im gesamten Lebenszyklus. Das beginnt bei ihrer Entwicklung, betrifft alle internen Prozesse und schließt die Beschaffungskette sowie Produktnutzung beim Kunden ein. Der Zyklus endet mit dem Recycling und dem Entsorgen von Altgeräten. Dieser Ansatz ist in einem mittelfristigen Umweltplan festgehalten. Er enthält verbindliche Vorgaben, beispielsweise bei CO2-Emissionen und erdölbasiertem Abfall, die bis zum Jahr 2015 erreicht werden müssen.

Welches Ziel haben Sie sich für mehr Ressourceneffizienz gesetzt?

Wir werden unsere CO2-Emissionen – ausgehend vom Jahr 2005 – bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent reduzieren. Doch wir stehen für ein Geschäftsmodell, das Nachhaltigkeit nicht auf ressourcenschonende Produktherstellung reduziert. Als IT-Service Provider verbessern wir unternehmensweit Arbeitsstrukturen und –prozesse. Weniger Systeme und effiziente Abläufe bedeuten auch weniger Ressourcenverbrauch. Das ist der beste Umweltschutz. Ökonomische Vernunft und ökologischer Nutzen gehen hier Hand in Hand. Diesen Weg gehen wir weiter.

Quelle: Initiative Pro Recyclingpapier