bvse: Lizenzmengen-Rückgang erfordert Wertstoffgesetz dringender denn je

1404
Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

Bonn — Die neuen Lizenzmengenzahlen sind auf 820.000 Tonnen Leichtverpackungen für das Jahr 2014 gesunken. Nach Meinung des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. ist dieser Rückgang um fast 200.000 Tonnen oder rund 25 Prozent „dramatisch“ und stellt das gesamte System der Verpackungsentsorgung in Deutschland in Frage.

bvse-Präsident Bernhard Reiling: „So richtig und dringend es ist, mit Hilfe der 6. Novelle der Verpackungsverordnung die Probleme der Eigenrücknahme am Point of Sale sowie bei den Branchenlösungen kurzfristig in Angriff zu nehmen, so sehr zeigt sich anhand dieser Zahlen, dass diese Reparaturen allenfalls beruhigend wirken, aber nicht die Grundprobleme lösen werden. Wir benötigen dazu eine umfassende und durchdachte Lösung, die im Rahmen eines Wertstoffgesetzes, nach unserer Auffassung noch in diesem Jahr, angepackt werden muss.“

Die seit 22 Jahren geltende Verpackungsverordnung genügt trotz mehrfachen Verbesserungsversuchen den Anforderungen einer modernen Rohstoffwirtschaft längst nicht mehr. bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock: „Wir brauchen in Deutschland eine umfassende Neuregelung der Wertstofferfassung bei privaten Haushalten. Je früher, desto besser. Das ist aus ökologischen wie ökonomischen Gründen erforderlich. Dabei halten wir jedoch an der Produktverantwortung fest. Eine Abgabenlösung ist deshalb für den bvse nicht die beste Lösung.“

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.