IKB: Globale Produktion von Stahl, Aluminium und Kupfer gestiegen

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Stahlschrott (Foto: Marc Weigert)

Düsseldorf — Bis Ende Mai 2014 legte die weltweite Stahlproduktion um 2,4 % zu, während die europäischen Hersteller einen Anstieg von 4,6 % verbuchten. Bis zu diesem Zeitpunkt wuchs auuch die globale Primäraluminiumproduktion um gut 3 %. Darüber hinaus stieg im ersten Quartal 2014  infolge hoher  chinesischer Orders die weltweite Nachfrage nach Kupfer um 14 %. Das meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Die Stahlproduktion in Deutschland zog bis Ende Mai 2014 um 5 % an.  Die Schrottpreise sanken jahreszeitüblich um rund 2 %. Die Erzpreise haben sich im Juni stabilisiert. Die Weltstahlpreise gaben bis zu rund 1 % nach, Walzdraht dagegen legte leicht zu. In Europa zeigte sich eine weitgehend ähnliche Entwicklung. Tendenz: Europäische Flachprodukte sollten nach der  Sommerpause bis Ende des dritten Quartals einen Preisanstieg von  bis zu 3,5 %, bei Langprodukten bis zu 2 % verzeichnen. Ebenso werden um  bis zu 5 % anziehende Schrottpreise erwartet.

Die Primäraluminiumproduktion in China und der Golfregion  legte kräftig zu, während Westeuropa stagnierte. Lateinamerika und Osteuropa  verbuchten jeweils Rückgange von über  10 %. Die IKB-Prognose zur  Primäraluminiumproduktion von 49 Mio. t dürfte übertroffen werden. Die Lagerbestände an der LME wurden weiter reduziert, liegen jedoch unverändert auf sehr hohem Niveau.  Die investive Nachfrage hat sich kräftig vermindert. Die IKB sieht im Verlauf des dritten Quartals einen leichten Aufwärtstrend für Primär-  wie auch Sekundäraluminiumpreise. Die Preisdifferenz zum  Primäraluminium dürfte sich verringern.  In der Tendenzist eine Bewegung bis Ende des dritten Quartals 2014  um  1.900  US-$/t  in einem Band von  150 US-$ wahrscheinlich.

Im ersten Quartal 2014  ist infolge hoher  chinesischer Orders die weltweite Nachfrage nach Kupfer um 14 % gestiegen. Für 2014 erwartet die IKB eine Verbrauchszunahme von rund 4 %. Obwohl die Kupferminenproduktion (+4 %) wie auch die Raffinadeerzeugung (+5 %) angezogen haben, ist ein Angebotsdefizit entstanden.  Zudem sanken die Lagerbestände an der LME und der SHFE  weiter. Diejenigen an der Comex sind unbedeutend; insgesamt reichen diese nur für knapp  5 Tage. Die investive Nachfrage hat zuletzt  leicht zugenommen. Kupferschrotte sind knapper geworden. Tendenz: In den nächsten drei  Monaten sieht die IKB weiter eine Bewegung des Kupferpreises um  die 6.900  US-$/t  in einem Band von  300 US-$.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank