Sammelmengen vielfach gesteigert: AVAG legt Geschäftsbericht 2013 vor

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Quelle: AVAG AG für Abfallverwertung

Thun, Schweiz — Die AVAG Gruppe setzt sich aus der Muttergesellschaft AVAG AG für Abfallverwertung und den beiden Tochtergesellschaften AVAG KVA AG und AVAG Betriebs AG zusammen. Das Schweizer Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und entsorgt Abfälle von rund 315.000 Menschen. Vor wenigen Tagen legte die AVAG Gruppe ihren Jahresbericht für 2013 vor, in dem neben den Geschäftsfeldern Thermische Verwertung, Deponien und Biomasse auch die Sparte Recycling/ Wertstoffe bilanziert wurde.

Elektroschrott: Die gesammelte Menge an elektrischen und elektronischen Geräten entwickelte sich im Berichtsjahr gegenüber den Vorjahren leicht rückläufig. So wurden 1.805 Tonnen (Vorjahr 1.817 Tonnen) der stofflichen Wiederverwertung zugeführt.

Die gesammelten Mengen bei Papier und Karton entwickelten sich 2013 ebenfalls leicht rückläufig. Der Markt erwies sich weiterhin als ziemlich stabil. Für die gesammelten Mengen konnten problemlos Abnehmer gefunden werden. Die Preise verharrten aber auf einem relativ tiefen Niveau. Dennoch konnte die AVAG die Entschädigungen gegenüber ihren Vertragspartnern aber stets aufrechterhalten – gerade für die Gemeinden wirkt sich diese Stabilität positiv aus. Auch der Preis für Papier blieb trotz der marktüblichen Schwankungen unverändert.

Die Entsorgung von Glas via AVAG-Glasprojekt erfreut sich weiterer Beliebtheit. Insgesamt wurden 13.934 Tonnen Altglas (Vorjahr 13.577 Tonnen) via AVAG dem stofflichen Recycling zugeführt. Trotz entspannter Lage auf dem europäischen Markt mit leicht erhöhter Nachfrage erholten sich die Preise noch nicht wesentlich. Die Glaswerke reagierten auf diese Entwicklung sehr vorsichtig. Wie sich die Glaspreise mittelfristig entwickeln werden, ist zurzeit schwer abzuschätzen. Dank farbgetrennter Sammlung und der anerkannt hohen Qualität findet das Schweizer Altglas nach wie vor einen guten Absatz.

Im Bereich der separat gesammelten Metalle konnte die Menge deutlich gesteigert werden. Sie beträgt knapp 2.500 Tonnen gegenüber 1.700 Tonnen im Vorjahr. Mit der Evaluation und Beschaffung eines „Greifers“ zur Abholung und Sammlung von Metall können die Dienstleistungen in diesem Bereich speziell gegenüber den Gemeinden ab sofort gezielt ausgebaut werden.

Aufgrund von Annahmeschwierigkeiten in China sanken die Vergütungen für Kunststoffe auf ein tiefes Niveau. Dieser Effekt führte dazu, dass der Industrie der finanzielle Anreiz fehlte, um Kunststoffe separat zu sammeln und der stofflichen Verwertung zuzuführen. Stattdessen wurden diese wieder vermehrt thermisch verwertet. Dank der Intensivierung der Marktbearbeitung in den Bereichen Gewerbe & Industrie sowie der Landwirtschaft konnten aber die Sammelmengen im Vergleich zuu Vorjahr auf 813 Tonnen (Vorjahr 564 Tonnen) gesteigert werden.

Entsorgung flüssiger Abfälle: Im Rahmen der ordentlichen Revision von 2012 wurde im Entladebereich der KVA Thun eine Anlage zur Entsorgung flüssiger Abfälle eingebaut. Seit dem Herbst 2012 ist diese Anlage in Betrieb und steht im Entladebereich der KVA Thun für die Annahme flüssiger Abfälle (ölhaltige Ab- wässer aus Ölabscheidern von Fahrzeuggaragen, Waschanlagen und Tankstellen, usw.) zur Verfügung. Im ersten vollständigen Betriebsjahr wurden 2.485 Tonnen Material angenommen und verarbeitet, wobei die Annahmekapazität noch nicht ausgeschöpft ist.

Der vollständige AVAG-Geschäftsbericht 2013 steht unter avag.ch zur Verfügung.

Quelle: AVAG AG für Abfallverwertung