Mit horizontaler Ökodesign-VO: VDMA tritt für Ressourceneffizienz ein

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Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Frankfurt — Über die Weiterentwicklung des Ressourceneffizienz-Programms des Bundes (ProgRess) aus dem Jahr 2012 diskutierten gestern der VDMA mit dem Bundesumweltministerium in Berlin. Im Rahmen der 13. Netzwerkkonferenz „Impulse für die Ressourceneffizienzpolitik in Deutschland“ äußerte sich Naemi Denz, Abteilungsleiterin VDMA Technik und Umwelt, zu den aus Sicht der Investitionsgüterindustrie wichtigen Punkten: „Ressourceneffizienz ist ohne Maschinen- und Anlagenbau nicht möglich. Wir sorgen mit unseren effizienten Technologien dafür, dass Energie, Material und Wasser nachhaltig eingesetzt werden.“

Im Rahmen der europäischen Blue Competence Initiative haben sich mittlerweile über 400 Unternehmen zusammengeschlossen, die einerseits effiziente Produkte anbieten, andererseits selbst effizient produzieren. Denz stellte heraus, dass für eine Steigerung der Effizienz in der Produktion freiwillige Effizienzberatungen für Energie und Material ausreichend seien. „Der Maschinen- und Anlagenbau steht bei Energie-und Materialeffizienz gut dar. Rund 55 Prozent unserer Unternehmen definieren das als strategisch wichtiges Thema. Angepasster Fortschritt ist besser als ein verordneter,“ meinte Denz.

Soweit die Festlegung von ressourceneffizienten Produktanforderungen notwendig sein sollte, spricht sich der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für die Nutzung der Europäischen Ökodesignrichtlinie aus.  „Die Ökodesignrichtlinie ist für Konsum- und Massengüter konzipiert. Für viele Maschinen und Anlagen passt das vorgesehene System nicht. Der VDMA schlägt vor, grundlegende Anforderungen in einer horizontalen Ökodesign-Durchführungsverordnung für Investitionsgüter zu definieren und die produktbezogenen Details in europäischen Normen festzulegen, “ argumentierte die VDMA-Abteilungsleiterin.

Ein wesentliches Hemmnis sei das Kaufverhalten der Kunden. Nur etwa ein Viertel entscheidet sich aufgrund von zu kurzen Amortisationszeiten oder unrichtiger Kalkulation von Betriebskosten für die effiziente Variante. Hier plädiert der VDMA für intelligente Abschreibungsmodelle und eine Ausschreibung von Fördermitteln, die sich am Top-Runner-Prinzip orientiert.

Quelle: VDMA Technik und Umwelt