IPR im Gespräch: TU Hamburg engagiert sich für Recyclingpapier

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Prof. Garabed Antranikian (Foto: Nguyen / TUHH)

Berlin — „Papier ist eine der bedeutendsten Ressourcen an der TUHH. Daher haben wir mit der konsequenten Umstellung auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel begonnen, um so einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten“, meint Prof. Dr. Dr. h.c. Garabed Antranikian – Präsident der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Gründe und Motive für dieses Engagement erläuterte der Wissenschaftler im Rahmen der Reihe „Die IPR im Gespräch“.

Warum beteiligt sich die TUHH Technische Universität Hamburg an der bundesweiten „Grüner beschaffen“- Kampagne?

2012 hat die TUHH den Beschluss gefasst, eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und umzusetzen, die im gesamten Leben auf dem Campus, in der Lehre und Forschung, spürend und sichtbar werden soll. Die Kampagne passt hervorragend in unsere strategische Ausrichtung und ist ein weiterer Baustein, verantwortungsvoll und effizient mit unseren Ressourcen umzugehen.

Warum ist Ihnen die Nutzung von Recyclingpapier ein wichtiges Anliegen und welche Relevanz hat es in Ihrer Universität?

Papier ist eine der bedeutendsten Ressourcen an der TUHH. Daher haben wir mit der konsequenten Umstellung auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel begonnen, um so einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. So ist die zentrale Beschaffung an der TUHH bereits komplett auf Recyclingpapier umgestellt worden und seit April 2014 werden im Campus-Shop die Skripte sowie Standard-Druckaufträge für Studierende auf hochwertigem 100-prozentigem Recyclingpapier statt auf Frischfaserpapier angeboten. Jährlich werden durch die Umstellung über 500.000 Liter Wasser, 88.000 kWh Energie, 34 Tonnen Holz und 7 Tonnen CO2 gespart. Zudem setzen wir auch in der Außenkommunikation wie bei Visitenkarten, der Geschäftsausstattung und unserem Universitätsmagazin ganz auf hochwertiges Recyclingpapier.

Wie ist das Thema Ressourcenschutz in Ihrer Universität verankert?

Für die bessere Vernetzung und einen effektiven Austausch haben wir einen Nachhaltigkeitsrat ins Leben gerufen. Als stetiger Ausschuss des Akademischen Senats setzt sich das funktionsübergreifend besetzte Universitätsgremium mit den verschiedenen Aspekten der nachhaltigen Entwicklung an der TUHH auseinander. Der Rat ist ein wichtiger Ideengeber und Multiplikator.

Welches Ziel haben Sie sich für mehr Ressourceneffizienz gesetzt?

Wir möchten die über 8.000 TUHH-Angehörigen weiter für das Thema sensibilisieren und ermuntern, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen. Konkret wollen wir neben der erfolgten Papierumstellung den Verbrauch deutlich reduzieren sowie kontinuierliche Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen des technischen Anlagenparks auf dem Campus weiter umsetzen.

Quelle: Initiative Pro Recyclingpapier (IPR)