RAL CO2OL-Print zur effizienten Kühlgeräte-Rückproduktion

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RAL-Gütezeichen Kühlgeräte (Quelle: RAL Gütegemeinschaft Rückproduktion von FCKW-haltigen Kühlgeräten e.V.)

Luxemburg — Sofern sie transparent und gütegesichert durchgeführt wird, bezeichnen Experten die Rückproduktion ausgedienter Kühlgeräte als das wirksamste CO2-Reduzierungsinstrument im WEEE-Bereich. Die RAL-Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten stellt der Branche nun ein ausgereiftes, praxisgeprüftes und marktkonformes Tool zur Verfügung, das die tatsächlichen CO2-Reduzierungserfolge des Kühlgeräte-Recyclings transparent und belastbar quantifiziert.

Am 30. Mai in Luxembourg stellte die RAL-Gütegemeinschaft erstmals ihr Carbon-Footprint Tool  RAL CO2OL-Print vor. Das Dienstleistungsangebot richtet sich primär an Kühlgeräte-Recycler, die den CO2-Reduzierungs-Beitrag ihrer Behandlungsanlagen ermitteln und bewerten lassen möchten. Aber auch Rücknahme-Systeme oder Produzenten, die die tatsächlich von ihren Auftragnehmern rückgewonnenen FCKW- und KW-Mengen im Lichte der damit verbundenen Reduzierung möglicher CO2-Emissionen betrachten, profitieren nach Einschätzung der RAL-Gütegemeinschaft von  RAL CO2OL-Print.

Potentiale in Kälte- und Treibmitteln 

CO2-relevant sind dabei primär die Output-Produkte der Kühlgeräte-Rückproduktion. Maßgebliche CO2-Reduzierungspotentiale sind in den tatsächlich rückgewonnenen und der Zerstörung zugeführten VFC- und VHC-haltigen* Kälte- und Treibmitteln enthalten, zum Beispiel:

  • 1kg R 12 aus dem Kältekreislauf – äquivalent zu 10.900 kg CO2
  • 1kg R 11 aus Isoliermaterial – äquivalent zu 4.750 kg CO2

Gutachterlich bestätigt tragen auch andere, bei der Rückproduktion gewonnene und dem stofflichen Recycling zugeführte Produkte wie Kälteöl, Kabel, Polyurethan, Eisen, Kupfer, Aluminium und Polystyrol zur CO2-Reduzierung bei.

Alle In- und Output-Ströme 

Als Basis für die Berechnungen der CO2-Reduzierung werden die betrieblichen Monitoring-Daten hinsichtlichlich aller In- und Output-Ströme der Rückproduktion herangezogen.  Das gelingt nur dann, wenn der Rückproduzent den Stofffluss-Vorgaben der RAL-Gütesicherung GZ 728 oder der EN-Norm 50574:2012 minutiös folgt und sie in die tägliche Praxis implementiert.

Bei der Ermittlung der CO2-Reduzierung im Rahmen von RAL CO2OL-Print werden alle direkten und indirekten Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen (Energie-Verbrauch bei Stufe I und Stufe II, sonstige CO2-Emittenten) bei der Rückproduktion von Kühlgeräten mit einbezogen und als CO2 -Äquivalente ausgewiesen.

Rückproduzenten aus Luxemburg, Österreich, Deutschland, Schweden und der Schweiz wenden RAL CO2OL-Print bereits an.

*Anm.: VFC = Volatile fluorinated hydrocarbons (z.B. alle FCKW); VHC = Volatile hydrocarbons (z.B. Propan, Butan, Pentan)

Weitere Informationen zu RAL CO2OL-Print sind unter ral-online.org erhältlich.

Quelle: RAL Gütegemeinschaft Rückproduktion von Kühlgeräten e.V.