VDMA fordert Umsetzung des EU-Abfallrechts statt Neuregelung

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Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Frankfurt — Die Europäische Kommission stellt mit dem Entwurf der Null-Abfall-Wirtschaft ehrgeizige Ressourceneffizienzziele dar. Zum einen soll die Ressourceneffizienz um ein Drittel gesteigert, zum anderen soll Abfall stärker als Ressource wahrgenommen werden.

„In der Europäischen Union haben wir keinen Mangel an abfallwirtschaftlichen Regelungen, sondern ein Umsetzungsproblem“, betont Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und fügt hinzu: „Die Abfallrahmenrichtlinie, die Deponierichtlinie oder auch die WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment Directive) enthalten ausreichend Vorgaben für eine ressourceneffiziente Abfallwirtschaft.“

Soweit produktspezifische Regelungen für Ressourceneffizienz notwendig sein sollten, spricht sich der VDMA seit längerem für die Nutzung der Ökodesign-Richtlinie aus. „Unserer Auffassung nach sieht die heute gültige Ökodesign-Richtlinie schon die Berücksichtigung von Energie- und Ressourceneffizienz-Gesichtspunkten vor.“

Um die Umsetzung praktikabler zu machen schlägt der VDMA vor, produktspezifische Normen zur Ökodesign-Richtlinie zu ermöglichen. „Die Europäische Kommission nutzt bisher nur das starre Instrument der Durchführungs-Verordnungen wie beispielsweise für Glühlampen. Die konsensbasierte Normung ermöglicht fundiertere Ergebnisse“, so Hesse abschließend.

Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)