Green Week: EU-Kommission rückt Kreislaufwirtschaft ins Zentrum

1199
Quelle: BDE

Berlin — Die Europäische Kommission hat unter dem Motto „Kreislaufwirtschaft – Ressourcen schonen, Jobs schaffen“ die Kreislaufwirtschaft ins Zentrum ihrer jährlichen Konferenz für Umweltpolitik „Green Week“ gestellt. Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. begrüßt diese erneute Akzentsetzung der Europäischen Union außerordentlich, unterstützt diese mit Nachdruck und weist darauf hin, dass Kreislaufwirtschaft mehr denn je die Innovations- und Investitionsbereitschaft der privaten Unternehmen braucht.

BDE-Präsident Peter Kurth, der zugleich amtierender Präsident des europäischen Entsorgerverbandes FEAD ist, arbeitete in diesem Zusammenhang zum Auftakt der „Green Week“ die bisherigen Leistungen der privaten Entsorgungswirtschaft heraus. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Unternehmen auf eine zügige und konsequente Umsetzung der Recyclingziele in einem verlässlichen Ordnungsrahmen bauen.

BDE-Präsident Peter Kurth: „Ich freue mich sehr, dass die Kommission mit der diesjährigen ‚Green Week‘ das Thema Kreislaufwirtschaft aufgegriffen hat. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen und die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen kann nur mit einer europäischen Kreislaufwirtschaft erreicht werden. Das Ziel des 7. Umweltaktionsprogramms, bis 2020 Abfall als Ressource zu bewirtschaften, gibt bereits den richtigen Weg vor. Allerdings muss der Ordnungsrahmen der europäischen Abfallpolitik noch daran angepasst werden. Recyclingziele spielen dabei als Wegmarken eine wichtige Rolle.“

In den nächsten Wochen wird die Kommission ihr sogenanntes „Kreislaufwirtschaftspaket“ veröffentlichen. Darin werden neben Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor allem Vorgaben zur Weiterentwicklung der Recyclingziele der Abfallrahmen- und Verpackungsrichtlinie enthalten sein. Außerdem umfasst es Maßnahmen, die Deponierichtlinie mit dem Ziel fortzuschreiben, die Deponierung zu verringern.

BDE-Präsident Peter Kurth unterstreicht: „Den politischen Ansatz für eine europäische Kreislaufwirtschaft unterlegen auch kürzlich veröffentlichte Zahlen des European Environmental Bureau (EEB). Würde es, wie ersten Verlautbarungen zum Kreislaufwirtschaftspaket der Kommission zu entnehmen ist, gelingen, das Recyclingziel der Abfallrahmenrichtlinie von derzeit 50 Prozent bis 2020 auf 70 Prozent bis 2030 anzuheben, könnte die Zahl der Arbeitsplätze in der Entsorgungswirtschaft um ca. 900.000 steigen. Allein die über die FEAD-Verbände repräsentierten Unternehmen verfügen derzeit über 320.000 Beschäftigte.“

Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V.