1. UNO-Umweltversammlung: Entwicklungs-Länder im Abfallbereich stärken

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Quelle: UNO

Bern, Schweiz — Vom 23. bis 27. Juni 2014 werden sich die Mitgliedstaaten der UNO in Nairobi erstmals zur UNO-Umweltversammlung treffen. Sie ersetzt den Verwaltungsrat des UNO-Umweltprogramms UNEP, das mit diesem Einbezug aller Staaten gestärkt wird. Am abschliessenden zweitägigen Ministertreffen werden die Umweltminister über die ökologischen Dimensionen der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung diskutieren.

An der UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 im Juni 2012 wurde entschieden, dass das UNO-Umweltprogramm UNEP gestärkt und die universelle Mitgliedschaft eingeführt werden soll. Deshalb werden dieses Jahr in Nairobi erstmals alle UNO-Mitgliedstaaten an der Versammlung teilnehmen. Die Vollversammlung ersetzt den UNEP-Verwaltungsrat als oberstes Gremium und soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Das Treffen bietet der Staatengemeinschaft Gelegenheit, Bilanz über den Zustand der Umwelt zu ziehen, internationale Strategien zum Schutz und zu einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen zu beraten und umweltpolitische Massnahmen zu beschliessen.

Die Schweiz wird am Ministertreffen vom 26. bis 27. Juni 2014 von Bruno Oberle, Direktor des Bundesamts für Umwelt (BAFU), vertreten. Die Umweltminister werden über die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) diskutieren, die derzeit im Rahmen der UNO in New York verhandelt werden. Dabei wird es darum gehen, diese Ziele so auszugestalten, dass sie auch zum Schutz der globalen Umwelt beitragen.

Im nicht-ministeriellen Teil werden Themen der internationalen Umweltpolitik erörtert und spezifische Beschlüsse dazu verhandelt. Im Chemikalien- und Abfallbereich sollte beispielsweise ein Programm zur Stärkung der Fachkompetenzen der Entwicklungsländer verabschiedet werden. Die Verhandlungsdelegation wird von Botschafter Franz Perrez geleitet, dem Chef der Abteilung Internationales im BAFU.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU