IBK: Globale Produktion von Sekundärkupfer um gut 5 Prozent gestiegen

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Kupferschrott (Foto: Aurubis AG)

Düsseldorf — Bis Ende Februar 2014 stieg die Kupferminenproduktion um 4 Prozent an. Infolge einer Ausweitung der Kapazitäten um 1 Mio. t sank allerdings die Auslastung der Minen auf rund 83 Prozent. Die weltweite Primärraffinadeproduktion wuchs um 4,6 Prozent, diejenige von Sekundärkupfer um gut 5 Prozent. Der globale Verbrauch expandierte dagegen um 12 Prozent. Hierbei erhöhte China seine Nachfrage um gut ein Fünftel. Ohne China stieg der Weltverbrauch aber immerhin noch um 5 Prozent, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Nachdem 2013 nach vorläufigen Zahlen die weltweite Raffinadeproduktion 21 Mio. t betragen hat, wird diese 2014 auf 21,8 Mio. t anziehen. Insgesamt ist 2013 ein Angebotsdefizit von rund 0,3 Mio. t aufgetreten, dem 2014 ein deutlich geringeres Angebotsdefizit bzw. ein ausbalancierter Markt folgen dürfte.

Die Kupfervorräte an der LME sind weiter kräftig abgebaut worden. Zuletzt lagen diese um171.000 t und damit bei weniger als einem Drittel des Vorjahresniveaus. Die Lagerbestände an der SHFE haben sich seit Jahresanfang auf unter 100.000 t reduziert. Dies dürfte auch mit Streiks in chilenischen Häfen begründet gewesen sein. Die Bestände der COMEX betragen nur noch rund 16.000 t. Ein Großteil der Volumina dient der Absicherung von Finanztransaktionen. Die weltweiten Vorräte reichen nur noch für den Bedarf von fünf Tagen. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, wie ernst Indonesien das Ausfuhrverbot für Kupfererze umsetzt. Dies würde chinesischen Hütten stark negativ tangieren und die Preise treiben.

Der Kupferpreis hat sich im Mai 2014 stabilisiert. Die investive Nachfrage hat sich nicht nennenswert verändert: Die Zahl der Handelskontrakte sank um ein Prozent und liegt über dem Niveau vom Jahresende 2013. Die physische Nachfrage wird gestützt von der ITK-Branche, dem Maschinenbau und der Automobilindustrie. Daneben kommen Impulse aus dem Kraftwerksbau einschließlich erneuerbarer Energien. Sollte es infolge indonesischer Restriktionen zu einer Erzverknappung kommen, könnte dies mit einem Time-lag von lateinamerikanischen und afrikanischen Minen ausgeglichen werden. Die knappen Lagerbestände bergen jedoch die Gefahr von Preisanhebungen. Im dritten Quartal 2014 erwartet die IKB ein Preisniveau von 7.000 US-$ je Tonne mit einem Band von 400 US-$ je Tonne um diese Marke.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank