IKB: Nachfrage nach Primär- wie auch Sekundäraluminium zieht weiter an

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Aluminium-Schrott (Foto: Marc Weigert)

Düsseldorf — Bis Ende April 2014 legte die Weltproduktion von Primäraluminium um gut 3 Prozent zu. Die IKB Deutsche Industriebank prognostiziert für das Gesamtjahr 2014 einen Zuwachs auf gut 49 Mio. t, 2015 wird die Marke von 50 Mio. t überschritten. Überdurchschnittlich expandierten China (+9 Prozent) sowie die Golfregion (+15 Prozent), die meisten übrigen Regionen reduzierten ihren Ausstoß. Westeuropa könnte 2014 einen Anstieg von 2 Prozent erzielen. Insgesamt sieht de IKB für 2014 einen im Vergleich zu 2013 leicht verringerten Angebotsüberschuss. Dies begrenzt weiter den Preisanstieg.

Die globale Nachfrage nach Primär- wie auch Sekundäraluminium zieht weiter an. Im Fahrzeugbau gewinnt Aluminium Marktanteile. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden in größerem Umfang bei Neuanläufen von Serien Teile auf Aluminium umgestellt.

Die Lagerbestände von Primäraluminium an der LME haben sich seit Jahresanfang um rd. 0,25 Mio. t zurückgebildet: Sie liegen nun bei knapp 5,2 Mio. t. Trotzdem sind die Auslieferzeiten sehr lange, was sich in hohen Aufschlägen auf die Börsennotierung niederschlägt. An der SHFE betragen die Bestände nun rd. 397.000 t. Die Lagervorräte (inklusive Vorprodukte und Halbfabrikate) bei den Herstellern wurden zuletzt auf rd. 2,4 Mio. t beziffert. Damit ist die Versorgung sehr gut. Der Angebotsüberschuss dürfte sich 2014 weiter verringern. Die LME-Bestände an Sekundärlegierungen liegen dagegen nun lediglich bei 42.000 t. Im Verlauf der nächsten drei Monate sieht die IKB daher eine Fortsetzung des Lagerabbaus.

Im Verlauf des Mai 2014 oszillierten die Aluminiumpreise in einem engen Band zwischen 1.700 und 1.823 US-$/t. Die investive Nachfrage blieb in etwa stabil: Die Zahl der Handelskontrakte bewegte sich um 220.000. Größere Kapazitätserweiterungen in Europa betreffen den Sekundär-Aluminiummarkt, im Primärmarkt sind derzeit keine großen Projekte in der Pipeline. Die besseren Konjunkturaussichten könnten in der zweiten Hälfte 2014 für Preisanstiege sorgen. Im dritten Quartal 2014 prognostiziert die Industriebank eine Preisbewegung für Primäraluminium um rd. 1.900 US-$ je Tonne mit einem Band von 200 US-$ je Tonne um diesen Wert. Aufgrund der knapperen Versorgung dürften die Sekundärlegierungen weiter um rd. 100 US-$ über der Primärnotierung liegen.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank