HWWI-Rohstoffpreisindex steigt verhalten weiter

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist im Mai im Vergleich zum Monatsdurchschnitt April um 0,6 Prozent auf US-Dollar-Basis und um 1,2 Prozent in Euro bewertet gestiegen. Ausschlaggebend für den leichten Anstieg waren höhere NE-Metallpreise und Energierohstoffpreise, die sich jeweils um 1 Prozent (in Euro: +1,5 Prozent und +1,6 Prozent) verteuerten. Die übrigen Rohstoffpreise gaben überwiegend nach. Am stärksten ging der Index für Eisenerz und Stahlschrott, der um 8,4 Prozent (in Euro: -7,9 Prozent) zurück.

Der Index für NE-Metalle stieg im Mai um 1 Prozent (in Euro: +1,5 Prozent) an. Die Metallpreise wurden durch die Ankündigung der chinesischen Regierung gestützt, dass sie Maßnahmen ergreift, falls sich das Wirtschaftswachstum in China zu sehr verlangsamen sollte. Besonders Nickel verteuerte sich im letzten Monat. Der Preis stieg um 12,2 Prozent (in Euro: +12,8 Prozent) und der Kupferpreis stieg um 3,2 Prozent (in Euro: +3,8 Prozent) an. Die Preissteigerungen beim Nickel wurden getrieben durch das indonesische Ausfuhrverbot von Nickelerzen und den Sorgen, dass verschärfte Wirtschaftssanktionen gegen Russland, das global am meisten Nickel raffiniert, die russischen Nickelexporte begrenzen könnte. Innerhalb des Monats Mai unterlag der Nickelpreis starken Preisbewegungen. Während er in der ersten Monatshälfte um 16,4 Prozent (in Euro: 17,8 Prozent) angestiegen war, sank er in der zweiten Monatshälfte um 8,8 Prozent (in Euro: -8,2 Prozent).

Die Preiskorrektur scheint hauptsächlich auf Gewinnmitnahmen von spekulativen Anlegern zurückzuführen sein. Gegen den Trend steigender Metallpreise entwickelte sich der Aluminiumpreis, der um -3,4 Prozent (in Euro: -2,8 Prozent) sank. Ein gutes Angebot auf dem Aluminiummarkt drückte auf den Preis. Auch der Eisenerzpreis gab um 12,1 Prozent (in Euro: -11,6 Prozent) nach und sank damit seit Jahresbeginn um 32 Prozent (in Euro: -31,7 Prozent). Auf dem Eisenerzpreis lastet vor allem das verlangsamte Wirtschaftswachstum in China.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut