Informationskampagne „Nicht für die Tonne“ zum eSchrott Recycling gestartet

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Interaktives Spiel auf der eSchott-Recycling-Ausstellung (Foto: Hellmann Process Management GmbH)

Osnabrück — Eine Wanderausstellung zum Thema „eSchrott Recycling“ hat gestern die Hellmann Process Management GmbH & Co. KG (HPM) in Osnabrück  eröffnet. DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann, Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und HPM-Geschäftsleiter André Pohl zerschnitten das obligatorische rote Band. Mehrere Fachhändler aus Osnabrück und der Region Ostwestfalen-Lippe werden die Ausstellung im Laufe eines Jahres präsentieren. In Berlin ist die Abschlusspräsentation der Ausstellung geplant bevor sie bundesweit auf Reise gehen soll.

„Wir wollen die Konsumenten über die korrekte Entsorgung ihrer Elektroaltgeräte informieren, um die Sammelquoten in Deutschland zu erhöhen und den zukünftig steigenden Anforderungen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes gerecht zu werden“, unterstrich André Pohl, Geschäftsleiter HPM. „Mit unserer kostenlosen Recyclingsuche-App „eSchrott“ bieten wir den Bürgern dafür schon jetzt ein geeignetes Informationstool.“

Lange Lebensdauer, kurzer Gebrauch  

Deutschlandweit werden laut Umweltbundesamt rund 800.000 Tonnen Elektroschrott im Jahr gesammelt. Doch fallen durch immer kürzere Produktlebenszyklen und stetige Innovationen immer mehr Elektroaltgeräte an. Bis 2020 rechnet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit allein in Europa mit einer Verdoppelung des Elektroschrott-Aufkommens.

„Die Verkaufszahlen von Elektrogeräten klettern stetig nach oben und immer häufiger werden sie nach nur kurzem Gebrauch wieder entsorgt. Dabei haben ihre Bestandteile eine lange Lebensdauer und einen hohen Wertstoffgehalt. Um die unverzichtbare und wertvolle Rohstoffquelle zu erhalten und die Wertstoffe wieder in den Produktionskreislauf zu bringen, sind eine richtige Entsorgung der Geräte und ein fachgerechtes Recycling sehr wichtig“, erklärte der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Informationen interaktiv

Den Hingucker der Ausstellung stellt ein Augmented-Reality Spiel dar, bei dem der Spieler Elektroaltgeräte erkennen und richtig entsorgen muss. Denn wie schon der Claim der Ausstellung sagt, ist eSchrott „Nicht für die Tonne“. Dem Spieler wird – durch Computertechnik unterstützt – suggeriert, dass verschiedene Objekte auf ihn zufliegen. Er selbst wird dabei zur Spielfigur und kann die Objekte mit seinen Handflächen greifen und steuern. Auf spielerische Weise wird so für das Thema sensibilisiert.

Auf emotionale Weise werden dem Besucher an der Station „Call to Africa“ die Folgen des illegalen Exports von Elektroaltgeräten vermittelt. Über einen Telefonhörer schildern zwei Jugendliche, die auf der Schrotthalde bei Accra, der Hauptstadt Ghanas, leben, ihre Schicksale.

Um schnell und einfach die nächstgelegene Sammelstelle für den eigenen Elektroschrott zu finden, wird dem Besucher auf einer weiteren Ausstellungsfläche die kostenlose Recyclingsuche-App „eSchrott“ empfohlen.

An Verbraucher und Handel gerichtet

Mit der interaktiven und multimedialen Ausstellung vermittelt Hellmann Process Management Hintergründe und Anreize für eine fachgerechte Entsorgung von ausrangierten Elektrogeräten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert dieses Vorhaben, das sich besonders an Jugendliche und Verbraucher von Elektrogeräten, aber auch an den Handel richtet. Ziel ist es, das Bewusstsein für das Thema Altgeräte-Entsorgung in der Bevölkerung zu erhöhen und die Sammelquoten von Elektroaltgeräten zu steigern. Begleitet wird die Wanderausstellung von einer Internetpräsenz sowie einer Facebook-Seite.

Hintergrund des Projektvorhabens ist die mangelnde Informationspolitik zu dem Thema Entsorgung von Elektroaltgeräten und die damit verbundene Tatsache, dass immer noch viel zu viele Elektroaltgeräte über die Restmülltonnen entsorgt werden. Damit gehen nicht nur wichtige Sekundärrohstoffe für den Recyclingkreislauf verloren, sondern die enthaltenen Schadstoffe gelangen ungehindert auf die nächste Deponie.

Interessenten sind herzlich eingeladen, die Wanderausstellung zu besuchen. Weitere Informationen zum Thema eSchrott Recycling sowie die Termine zur Wanderausstellung sind unter elektroG.de zu finden.

Quelle: Hellmann Process Management GmbH & Co. KG