Audi und Umicore entwickeln Kreislauf für Batterierecycling

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Autobatterien (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Etappenziel erreicht: Audi und Umicore haben Phase eins ihrer strategischen Forschungs-Kooperation für Batterierecycling erfolgreich abgeschlossen. Die beiden Partner entwickeln einen geschlossenen Kreislauf für Bestandteile von Hochvoltbatterien, die dadurch immer wieder von neuem nutzbar sind. Besonders wertvolle Materialien sollen von einer Rohstoffbank abrufbar sein.

Bereits vor dem Start der Zusammenarbeit mit Umicore im Juni 2018 hatte Audi die Batterien im Plug-in-Hybrid-Auto A3 e-tron analysiert und Wege für ein Recycling definiert, teilt der Autohersteller mit. Gemeinsam mit den Materialtechnologie-Experten bestimmte Audi anschließend die möglichen Recyclingquoten für Batteriebestandteile wie Cobalt, Nickel und Kupfer. Das Ergebnis: Mehr als 95 Prozent dieser Elemente lassen sich im Labortest wiedergewinnen und neu einsetzen.

Jetzt entwickeln die Partner konkrete Recyclingkonzepte. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Closed-Loop-Ansatz. In einem solchen geschlossenen Kreislauf fließen wertvolle Elemente aus Batterien am Ende ihres Lebenszyklus in neue Produkte ein und werden somit weiter genutzt.

Versorgungssicherheit und kürzere Wege

Diesen Ansatz wenden die Ingolstädter jetzt auf die Hochvoltbatterien im neuen Elektroauto Audi e-tron an. So sollen Erkenntnisse über den Reinheitsgrad der wiedergewonnenen Stoffe, zur Recyclingquote und der wirtschaftlichen Machbarkeit von Konzepten wie einer Rohstoffbank gewonnen werden. Versorgungssicherheit und kürzere Wege sind das Ziel. „Wir wollen Vorreiter sein und Recyclingverfahren vorantreiben. Das ist auch Baustein unseres Programms zur CO2-Reduktion in der Beschaffung“, sagt Bernd Martens, Vorstand Beschaffung und IT der Audi AG.

Das Batterierecycling ist den Angaben nach für Audi ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Elektromobilität. Vom Rohstoffabbau über das CO2-neutrale e-tron-Werk Brüssel bis hin zur Wiederverwertung von Bauteilen trete die Premiummarke entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette für umweltverträgliche Konzepte ein.

Quelle: Audi