bvse-Fachverbandsvorstand Akten-Datenträgervernichtung tagte in Brüssel

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Von links: Max Meckelburg (Hurt-Aktenvernichtung, stellvertretender Vorsitzender FV-Vorstand Akten-/Datenträger), Thomas Braun (bvse-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied von EuRIC), Thomas Sander, Daniela Roloff (documentus), Martin Dinier (documentus, bvse-Vizepräsident und Vorsitzender FV-Vorstand Akten-/Datenträgervernichtung), Martina Eder (Heiko Bick Aktenvernichtung), Dr. Judith Eidt-Wendt (Uriel Papierrohstoffe) (Foto/Quelle: Hajo Friedrich)

Erörtert wurde unter anderem die Problematik, die sich für Datenträger-Vernichtungsunternehmen aufwirft, wenn sie nach dem Elektrogesetz als Erstbehandler auditiert werden sollen.

Der bvse-Fachverbandsvorstand Akten- und Datenträgervernichtung tagte am 16. Oktober, erstmals in Brüssel. Ausschlaggebend dafür, in das Herz der europäischen Gesetzgebung zu reisen, war das Zusammentreffen mit dem Generalsekretär des europäischen Recyclingdachverbandes EuRIC, Emmanuel Katrakis.

Katrakis gab den teilnehmenden Mitgliedern des Vorstands einen Eindruck von der tiefgreifenden Lobbyarbeit auf europäischer Ebene und betonte dabei die hervorragende Zusammenarbeit mit dem bvse, der Gründungsmitglied der EuRIC-European Recycling Industries Confederation ist, die 19 nationale Recyclingverbände mit fast 6.000 Mitgliedsunternehmen vertritt.

Die sich anschließende Diskussion schloss auch die Europäische Datenschutz-Grundverordnung ein. Der FV-Vorsitzende und Vizepräsident Martin Dinier zeigte sich von der Arbeit EuRICs beeindruckt. „Jeder Unternehmer tut gut daran, über den fachlichen und nationalen Tellerrand hinauszusehen. Die auf uns zurollenden fachverbandsübergreifenden legislativen Themen aus europäischer Feder erfordern unsere gesteigerte Aufmerksamkeit. Als bvse sind wir insoweit überaus froh, durch EuRIC in Brüssel bestens vertreten zu sein.“

Im internen Teil der Vorstandssitzung stand neben der praktischen Umsetzung der DS-GVO einiges mehr auf der Tagesordnung. Erörtert wurde die Problematik, die sich für Datenträger-Vernichtungsunternehmen aufwirft, wenn sie nach ElektroG als Erstbehandler auditiert werden sollen. Im Weiteren wurde über das erfolgreiche bvse-Gütesiegel Akten- und Datenträgervernichtung gesprochen sowie über die Auswirkungen der E-Privacy-Verordnung. Auch die Vorgaben zu MA-Risk und der Sachstand zur neuen Aktenvernichtungsnorm ISO-IEC-DIS 21964 standen im Fokus.

Der Fachverbandsvorstand erarbeitete sich im Anschluss, unter der Führung des Insiders Hajo Friedrich, das politische Brüssel zu Fuß. Neben der Europäischen Kommission lagen das EU-Parlament, der Rat und weitere Dienstsitze auf der Route. Die neugewonnenen, hochinteressanten Eindrücke dieses Tages wurden bei einem gemeinsamen Abendessen vertieft.

Quelle: bvse