Tutzinger Transformationstagung: Erfolgsstrategien für den Wandel

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In großen Umbrüchen sind Interessenkonflikte unvermeidlich. Darum müssen Veränderungen gut gestaltet werden. Das ist Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Auf der Tutzinger Transformationstagung am 22. und 23. Oktober 2018 diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien, Arbeitnehmervertretungen und NGOs Erfolgsstrategien für Veränderungsprozesse, die zu mehr Nachhaltigkeit führen.

Die gegenwärtige Form von Entwicklung ist nicht nachhaltig. Eine Große Transformation hin zu einer postfossilen, ressourcenleichten und sozial gerechten nachhaltigen Entwicklung ist überfällig. Einiges geht bereits voran. Doch viele Prozesse stecken fest – behindert durch alte Strukturen. Es braucht eine neue Streitkultur um die Transformation zur Nachhaltigkeit und Ideen für erfolgreiche Veränderungsprozesse. In großen Umbrüchen sind Interessenkonflikte unvermeidlich, große Veränderungen müssen gut gestaltet werden. Dies ist Bestandteil einer lebendigen Demokratie.

Aus den Widerständen und Auseinandersetzungen kann viel darüber gelernt werden, wie die Nachhaltigkeitstransformation vorangebracht werden kann: Wie können die verschiedenen Sichtweisen fruchtbar gemacht werden? Wie können Strategien zu Innovationen, dem Phasing-in in die postfossile und nachhaltige Entwicklung zusammen mit Exnovationen, dem Phasing-out aus den nicht nachhaltigen Strukturen vorangebracht werden?

Wie können Erfahrungen – etwa in der Energiewende – für dauerhaft zukunftsfähige Strategien in anderen Bereichen genutzt werden? Was sind die Erfolgsfaktoren und Kraftquellen für die Umsetzung der Großen Transformation? Wir werden die soziale Frage nicht lösen, wenn wir die ökologischen Grenzen nicht beachten. Wir werden die ökologische Frage nicht lösen, wenn wir die sozialen Grenzen nicht beachten. Beides sind Bedingungen, damit Wirtschaften dauerhaft zukunftsverträglich möglich ist und die Lebensgrundlagen erhalten werden.

Interessenkonflikte und Erfolgsstrategien werden beispielhaft für die Bereiche Ernährung und Landwirtschaft, Bauen und Wohnen sowie Digitalisierung diskutiert. Es geht um die Verbreitung von Nischenlösungen und um die Veränderung staatlicher Rahmenbedingungen. Um Auseinandersetzungen und Kampf für ernsthafte Veränderungen. Mögliche Kompromisse sind zu finden, ohne die existenziellen Lebensgrundlagen weiter zu gefährden. Jenseits der Problemverlagerungen ist die Nachhaltigkeitstransformation in Deutschland auf den Weg zu bringen.

Die Veranstalter laden Vertreter von Gewerkschaften, aus Betriebsräten, von Natur- und Umweltschutzverbänden, aus Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Medien zur Tutzinger Transformations Tagung ein: Alle, die an der sozial-ökologischen Transformation in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung interessiert sind. Alle, die dafür leidenschaftlich aktiv sind.

Veranstalter sind die Evangelische Akademie Tutzing, der Bund Naturschutz in Bayern, der Gesprächskreis „Die Transformateure – Akteure der Großen Transformation“, die IG Metall Bayern und das Umweltbundesamt.

Das Programm auf der Homepage der Evangelischen Akademie Tutzing. Die Anmeldung ist hier möglich.

Quelle: Umweltbundesamt (UBA)