IKB: Kupfer – Furcht vor Sekundärwirkungen eines Handelskriegs wächst

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Kupfer- und Molybdänmine im Norden Chiles (Fotonachweis: Universität Oldenburg, Cascade Use, http://www.uni-oldenburg.de/cascadeuse)

Im ersten Halbjahr 2018 erhöhte sich die Kupferminenproduktion um fünf Prozent, die Raffinadeproduktion legte um zwei Prozent zu. Obwohl der Verbrauch nur um ein Prozent anzog, ergab sich ein kleines Angebotsdefizit.

Im Gesamtjahr ist jedoch noch ein balancierter Markt möglich, wie die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information berichtet. Die Lagerbestände an den Metallbörsen gingen bis Ende September kräftig zurück. Die investive Nachfrage zog im August nochmals um gut 15 Prozent an. Seitens Chiles – weltweit größter Kupferproduzent – wurden für die nächsten Jahre erhebliche Erweiterungsinvestitionen angekündigt.

Tendenz: Bei aktuell knapper werdender Versorgung ohne Produktionsstörungen wächst die Furcht vor Sekundärwirkungen eines Handelskriegs. Daher bewegt sich der Kupferpreis weiter um die Marke von 6.300 US-Dollar pro Tonne in einem Band von 600 US-Dollar.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG

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