BRAIN BioXtractor zweifacher Finalist für Global Game Changers Awards 2018

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Die erste mobile BioXtractor-Anlage im Technikum-Maßstab befindet sich am deutschen Hauptsitz der BRAIN AG in Zwingenberg (Foto: © BRAIN AG)

Die mobile Anlage im Technikum-Maßstab extrahiert Edelmetalle aus Müllverbrennungsaschen, Elektronikschrott und weiteren Abfallströmen. Die Protagonisten der biologischen Prozesslösung sind Mikroorganismen.

Entwickelt und im Sommer 2017 fertiggestellt wurde der BioXtractor  von der Biotechnology Research and Information Network AG (BRAIN). Bei der Verleihung der Global Game Changers Awards 2018 zur Unterstützung der globalen UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung wurde die Technologie in gleich zwei Kategorien als Finalist ausgezeichnet. Für die Kategorie „Circular Breakthrough“ erfolgte die Einreichung für den Wettbewerb durch die BRAIN AG . Die Jury nominierte das Unternehmen hier mit vier weiteren Teilnehmern für das Finale und entschied zudem unabhängig von der Gesellschaft, die aus ihrer Sicht bahnbrechenden Forschungserfolge auch in der Kategorie „Corporates for Good“ für das Finale auszuwählen, gemeinsam mit zwei weiteren Unternehmen.

Hintergrund der Global Game Changers Awards sind die 2015 verabschiedeten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, um bis 2030 Missstände wie Armut und Ungleichheit zu überwinden. Die 2017 gemeinsam von Innovators Magazine und Newsquest Media ins Leben gerufene Auszeichnung Global Game Changers wird an Pioniere aus der ganzen Welt vergeben, die für das Erreichen der Ziele, die von Ban Ki-moon, dem ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, als „Blaupause für eine bessere Zukunft“ bezeichnet wurden, wichtige Beiträge leisten.

Im Sinne einer nachhaltigen Bioökonomie

Die Protagonisten der biologischen Prozesslösung im BioXtractor sind Mikroorganismen, die im hauseigenen BioArchiv identifiziert und in Laboren weiterentwickelt wurden. Diese Bakterien verarbeiten Müllverbrennungsaschen oder Elektronikschrott und extrahieren dabei Edelmetalle mit hohen Ausbeuten, abhängig vom Ausgangsmaterial und Zielmetall. Die biologische Prozesslösung lässt sich auch im klassischen Bergbau einsetzen. Rachel McTavish, TV-Journalistin und Gastgeberin bei der Preisverleihung am 12. September im schottischen Glasgow, sagte: „Die Biotechnology Research and Information Network AG ist eines der führenden europäischen Unternehmen im Bereich der industriellen Biotechnologie. Das Unternehmen verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, welcher erlaubt, Brücken zwischen verschieden technischen Feldern zu schlagen und wertvolle Produkte sowohl für die bio-basierte Industrie als auch den Endverbrauchermarkt zu entwickeln.“

Dr. Esther Gabor, Programme Manager Green & Urban Mining bei Brain, sagte: „Auch wenn wir am Ende keine ‚Goldmedaille‘ gewonnen haben, macht uns die gleich doppelte Würdigung als Finalist der Global Game Changers Awards sehr stolz. Im interdisziplinären Team aus Biologen, Ingenieuren, Prozesstechnikern und Laboranten forschen wir an biologischen Verfahren, um wertvolle Metalle auf Dauer in der Wertschöpfungskette halten zu können. Eine solche Kreislaufwirtschaft ist ganz im Sinne einer nachhaltigen Bioökonomie.“

Aus dem Werkzeugkasten der Natur

Die Biotechnology Research and Information Network AG (BRAIN) identifiziert bislang unerschlossene, leistungsfähige Enzyme, mikrobielle Produzenten-Organismen oder Naturstoffe aus komplexen biologischen Systemen, um diese industriell nutzbar zu machen. Aus diesem „Werkzeugkasten der Natur“ entwickelte innovative Lösungen und Produkte werden bereits erfolgreich in der Chemie sowie in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie eingesetzt. Das Geschäftsmodell der BRAIN steht heute auf zwei Säulen: „BioScience“ und „BioIndustrial“. Die Säule „BioScience“ umfasst das zumeist auf exklusiver Basis abgeschlossene Kollaborationsgeschäft des Unternehmens mit Industriepartnern. Die zweite Säule „BioIndustrial“ umfasst die Entwicklung und Vermarktung von eigenen Produkten und aktiven Produktkomponenten der BRAIN AG.

Quelle: BRAIN AG

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