MVaK betont Vorteile von Biokraftstoff aus Abfallfetten

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Quelle: Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK)

Berlin — Biodiesel aus Abfällen, insbesondere gebrauchtem Speisefett, kann einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung von CO2 im Straßenverkehr leisten. Darauf weist der Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK) im Vorfeld eines Delegationsgesprächs im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hin. Der Beauftragte des Vorstandes, Dr. Hubert Koch, nahm die Gelegenheit eines Zusammentreffens mit Dr. Barbara Hendricks wahr, um die Ministerin auf diese einzigartigen Vorteile hinzuweisen.

Die Mitglieder des Verbandes, allesamt mittelständische deutsche Firmen, produzieren  Biodiesel, der von den Mineralöl-Herstellern dem Tankstellendiesel im Rahmen gesetzlicher Vorgaben beigemischt wird. Verglichen mit fossilem Diesel entsteht bei der Verbrennung über 80 Prozent weniger CO2. Deshalb verdiene dieser besondere Biokraftstoff eine besondere politische Förderung, betont der im letzten Jahr neu gegründete Verband. Schließlich ist der Verkehr für etwa 25 Prozent der Treibhausgasemissionen in den EU-Mitgliedstaaten verantwortlich.

„Wir sind weder von der ‚Tank gegen Teller‘- noch von der Diskussion um indirekte Landnutzungsänderungen betroffen. Stattdessen entsorgen wir Abfallfette, die sonst Rohrleitungen verstopfen würden“, betont MVaK-Präsident Michael Fiedler-Panajotopoulos.

Aufgrund dieser doppelten Vorteile Abfallentsorgung und CO2-Reduzierung sollte die Bundesregierung im angekündigten nationalen Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 und in der Biokraftstoffstrategie Biodiesel aus Abfallstoffen privilegieren. Denn so produzierter innovativer Biodiesel kann einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung von Verkehr und Wirtschaft leisten. Dies sollte bereits kurzfristig bei der Novellierung des Bundesimmissionsschutzgesetzes berücksichtigt werden. Mit einer THG-Einsparquote von 4,5 Prozent anstelle der aktuell geplanten 3 Prozent ab 2015 könnte effektiv zur Erreichung der Klimaschutzziele für das Jahr 2020 beigetragen werden, ist sich der Präsident sicher.

Der Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe repräsentiert Unternehmen und Organisationen, die geeignete Abfall- und Reststoffe zu Kraftstoffen verarbeiten oder mit diesen handeln, gegenüber Vertretern aus den Bereichen Politik, Presse und Öffentlichkeit.

Quelle: Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK)