Photovoltaik-Recyclinganlage von Suez in Knittlingen in Betrieb gegangen

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Grafische Darstellung der Recyclinganlage für siliziumbasierte Photovoltaikmodule (Bildquelle: Suez Deutschland GmbH)

Über 90 Prozent aller in Solarmodulen enthaltenen Materialien können zurückgewonnen werden: Silizium, Glas, Aluminium, Kupfer, Edelmetalle und eine Reihe von Polymeren.  

„Mit unserem neuen Verfahren wird eine bisher nicht dagewesene Rohstoffquelle für Edelmetalle erschlossen“, sagt Herman Snellink, Geschäftsführer Suez Deutschland GmbH. Der Aufbereitungsprozess kombiniert mechanische, thermische und elektrochemische Verfahren. Bis zu 50.000 Altmodule im Jahr könnten am Suez-Standort in Knittlingen, Baden-Württemberg hocheffizient recycelt und wertvolle Rohstoffe in den Materialkreislauf rückgeführt werden.

Das Unternehmen rechnet ab dem Jahr 2020 mit großen Mengen an Altmodulen zur Entsorgung, die dann im Schnitt 25 bis 30 Jahre in Betrieb waren. Snellink: „Die Zahl der zu verwertenden Altmodule werden unseren Schätzungen nach alleine in Deutschland bis 2026 auf 50.000 Tonnen pro Jahr steigen und sich bis 2040 noch einmal auf 200.000 Tonnen vervierfachen.“

Quelle: Suez Deutschland und bvse