Öffentliche Konsultation der EU-Kommission zur CCS-Richtlinie

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Industrieemissionen (Foto: Kroll / Recyclingportal.eu)

Berlin — Die EU-Kommission will die aus ihrer Sicht unbefriedigende Nutzung der Carbon Capture Storage-Technologie (CCS) in der EU ankurbeln. Im Rahmen der Überprüfung der CCS-Richtlinie hat sie deshalb eine Konsultation geschaltet, in der sie Maßnahmen diskutiert, die die Nutzung der Technologie bei Kraftwerken attraktiver machen soll.

Zu den möglichen Maßnahmen zählen handelbare CCS-Zertifikate, verbindliche CO2-Emissionsstandards für Kraftwerke, Einspeisevergütungen für Energie aus Kraftwerken mit CCS bis hin zur  öffentlichen Förderung von Bau- und Betriebskosten CCS-fähiger Anlagen. Obwohl die EU den Bau von CCS-Demonstrationsanlagen finanziell fördert, gibt es in der EU bisher keine dieser Einrichtungen. Grund dafür ist vor allem vehementer lokaler Protest.

CCS als Technologie gilt als umstritten. KritikerInnen befürchten ein Entweichen des gespeicherten CO2 in die Atmosphäre, ein erhöhtes Erdbebenrisiko sowie die Versalzung von Grundwasser. Außerdem zementiere der Einsatz der Technologie eine Energieinfrastruktur, die weiterhin auf große fossile Kraftwerke ausgelegt ist, was einem langfristigen Umbau des Energiesystems entgegenstehe.

Die Konsultation ist unter ccs-directive-evaluation.eu zu finden.

Quelle: Deutscher Naturschutzring