Über 750.000 Tonnen: bvse schreibt Studie zum Textilrecycling in Deutschland fort

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Clotheschecking (Foto: IGC / Axion)

Bonn — Nachdem der bvse-Fachverband Textilrecycling zuletzt im Jahr 2008 Daten über das Textilrecycling in Deutschland erhoben hat, schreibt der Verband die Studie nun fort. So ist beispielsweise die zuletzt mit 750.000 Tonnen pro Jahr bezifferte Erfassungsmenge von Alttextilien in Deutschland ist nach Meinung von Branchenvertretern mittlerweile deutlich zu niedrig.

„Mit der Studie möchten wir ein realistisches Bild des Textilrecyclings in Deutschland zeichnen und die Leistung der Branche verdeutlichen. Damit möchten wir den Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Kommunen eine verlässliche Grundlage bei den oftmals emotionalen Diskussionen um die Sammlung und Verwertung von Alttextilien zur Verfügung stellen“, erklärt bvse-Fachreferentin Beate Heinz.

Die Studie mit dem Titel „Konsum, Bedarf und Wiederverwendung von Bekleidung und Textilien in Deutschland“ erstellt Julia Korolkow, Studentin des Umweltingenieurwesens bei Prof. Dr.-Ing. Thomas Pretz an der RWTH Aachen, im Rahmen ihrer Masterarbeit.

Neben der Erhebung des tatsächlichen Sammelaufkommens sowie einer Analyse der Erfassungssysteme soll die Studie auch weitere Sammelpotenziale, z.B. aus dem Restmüll, aufzeigen und Verwertungsquoten darlegen. Erstmals wird die Studie auch die Wege der Textilien in Deutschland, Europa und der Welt beleuchten sowie auf die Auswirkungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes auf die Sammlung, Sortierung und Verwertung eingehen.

Erste Ergebnisse werden bei der bvse-Jahrestagung vom 17.-19. September 2014 in Aachen vorgestellt.

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.