Ikea setzt auf Kreislaufwirtschaft: Zweite Chance für alte Möbel

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Foto: Ikea

Unter dem Motto „Zweites Leben für deine Möbel“ bietet Ikea in Österreich seit dem 9. Juli einen neuen Service an: In jedem Einrichtungshaus der Alpenrepublik können nun gebrauchte Möbel des schwedischen Herstellers zurückgeben werden.

Und dafür bekommt man noch Geld. In der Fundgrube wartet das Möbel auf einen neuen Besitzer. Das Ziel: den Lebenszyklus eines Produkts zu verlängern. „Wir arbeiten seit Jahren an ganz unterschiedlichen Nachhaltigkeitsinitiativen. Das geht von der Verwendung nachwachsender oder recycelter Rohstoffe in der Produktion bis hin zur Energieunabhängigkeit. Zweites Leben ist unsere neueste Initiative. Sie soll die Einsatzspanne unserer Produkte verlängern“, erklärt Matej Hargas, Nachhaltigkeitsmanager von Ikea Österreich, die Beweggründe für das Angebot. Einer der Hintergründe: Lebenssituationen und Wohnbedürfnisse ändern sich auch in Österreich immer schneller. Oft muss oder will man sich von Möbeln trennen, die immer noch gut sind. Matej Hargas: „Hier setzen wir an: Wir schenken dem Möbelstück quasi ein neues, zweites Leben, anstatt es zu entsorgen.“

Nutzen kann dieses neue Service jede Privatperson in Österreich. Zurückgenommen werden Ikea-Möbel folgender Produktkategorien: Schränke, Regale, Sideboards, Büroschränke, Drehstühle, Schreibtische, Esstische, Wohnzimmertische, Essplatzstühle, Kommoden, TV- & Mediamöbel und Gartenmöbel. Alle Produkte müssen in einem guten Zustand und zusammengebaut sein.

So funktioniert es

Der neue Service funktioniert ganz einfach: Wenn man ein Möbelstück hat, das man nicht mehr haben will, macht man daheim vier aussagekräftige Fotos von dem Möbelstück und lädt diese mit einer Kurzbeschreibung auf die Ikea-Website hoch (auf ikea.at/zweitesleben findet sich ein entsprechendes Formular).

Mitarbeiter begutachten die Fotos und schicken dem Kunden einen Preisvorschlag per E-Mail. Dieser Preis kann bis zu 30 Prozent des letztgültigen Verkaufspreises betragen. Der Kunde kommt mit dem ausgedruckten Email und dem zusammengebauten Möbel zum Rückkaufschalter. Stimmen die Angaben im Mail und das Möbel überein, bekommt der Kunde eine Guthabenkarte mit dem vereinbarten Preis. Das Produkt wird zum gleichen Preis in der Fundgrube verkauft, den sein Vorbesitzer erhalten hat – versehen mit dem Aufkleber „Zweites Leben“, sodass jeder Käufer erkennen kann, dass es sich um ein gebrauchtes, zurückgebrachtes Produkt handelt.

Quelle: Ikea Österreich