Thüringen: Gestiegene Abfallmengen bei Verkaufsverpackungen

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Berg aus Gelben Säcken auf einer Sortieranlage (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Im Jahr 2016 wurden in Thüringen 166.132 Tonnen Verkaufsverpackungen von privaten Endverbrauchern eingesammelt beziehungsweise zurückgenommen. Das sind 1.912 Tonnen beziehungsweise 1,2 Prozent mehr als im Jahr 2015.

Des Weiteren wurden 87.165 Tonnen Transport- und Umverpackungen sowie Verkaufsverpackungen bei gewerblichen oder industriellen Endverbrauchern eingesammelt. Im Vergleich zum Vorjahr (2015: 72.247 Tonnen) wurden damit 20,6 Prozent mehr Verpackungen erfasst.

Von den 166.132 Tonnen Verkaufsverpackungen, die im Jahr 2016 bei privaten Endverbrauchern eingesammelt wurden, entfielen 83.231 Tonnen (50,1Prozent) auf gemischte Verpackungen (zum Beispiel „Gelber Sack“). 52.699 Tonnen (31,7 Prozent) waren farblich getrennt gesammeltes Glas und 30.151 Tonnen (18,1 Prozent) entfielen auf Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton.

Glas- und Wertstoffverpackungen, die über Pfandsysteme eingesammelt werden, sind hierin nicht enthalten. Bei Verpackungsabfällen aus dem gewerblichen und industriellen Bereich entfiel der weitaus größte Anteil (78,3 Prozent) auf Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (68.226 Tonnen). Getrennt gesammelte Kunststoffe waren mit 9,5 Prozent (8.254 Tonnen) und Verpackungen aus Holz mit 5,8 Prozent (5.059 Tonnen) am Aufkommen beteiligt. Die restlichen 6,5 Prozent waren Verpackungen aus nicht sortenrein erfassten Materialien und sonstigen Materialien wie Glas, Metalle und Verbunde.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik