Textilrecycling: Texaid vergütet sechs Millionen Franken an Hilfswerke

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Sortierwerk (Foto: TEXAID)

Schattdor — Mit exakt 35.004.722 kg erreichte Texaid 2013 ein Rekordergebnis. Das entspricht einer Steigerung von 804 Tonnen oder 2,35 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis (34.200 Tonnen). Eine Rekordausschüttung gab es auch für die Hilfswerke und viele regionale gemeinnützige Organisationen; sie erhielten gesamthaft über sechs Millionen Franken (letztes Jahr 5.4 Millionen Franken). Das Vertrauen in die Sammelorganisation zahlt sich also aus.

2013 war für die Schweizer Nummer eins im Altkleidersammeln einmal mehr ein gutes Jahr. Gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Contex sammelte Texaid über 35.000 Tonnen Textilien und Schuhe. Das Gesamtgewicht stammt aus schweizweit mehr als 5.800 Containern und regelmässigen Strassensammlungen. Die gesammelten Textilien, die wir aus unterschiedlichen Gründen entsorgen, sind wertvoll. So wertvoll, dass sie bei Texaid unter anderem 150 Arbeitsplätze und den Standort des weltweit modernsten Sortierwerks im Kanton Uri sichern.

Der professionelle Textilrecyclingbetrieb ermöglicht zudem die Ausschüttung von über sechs Millionen Franken an die angeschlossenen sechs Hilfswerke und regionale gemeinnützige Institutionen. Wobei an die Hilfswerke 2.2 Millionen Franken gingen und 3.8 Millionen Franken an örtliche Samaritervereine, Kolpingfamilien und andere karitativ tätige Organisationen.

Noch tragbar: 115 Millionen Einzelteile

Knapp 75.000 Tonnen sammelt Texaid in der Schweiz und in Deutschland. Davon sortiert sie in ihren eigenen in- und ausländischen Betrieben zwei Drittel der Sammelmenge (ca. 50.000 Tonnen). Gut 65 Prozent der sortierten Textilien können dabei als weiterhin tragbare Bekleidung klassifiziert werden, was weit über dem Branchendurchschnitt von 50 Prozent liegt. Das entspricht ca. 32.500 Tonnen oder ca. 115 Millionen Einzelstücken, die als Secondhand-Ware neue dankbare Besitzer in wirtschaftlich schwachen Ländern erhalten.

Für diese 115 Millionen T-Shirts, Jeans, Röcke, Jacken, Mäntel etc. müssen keine neuen Kleidungsstücke produziert werden. Das schont wertvolle Ressourcen, namentlich Baumwolle, Wasser und Rohöl. Aber auch ausgetragene Textilien erhalten bei Texaid noch ein weiteres Leben: Aus defektem Baumwoll- und Baumwollmischgewebe werden Putzlappen geschnitten, untragbare Wollsachen werden zu Recyclingwolle oder Isolier- und Dämmstoffen für die Bau- und Maschinenindustrie. Lediglich knappe fünf Prozent müssen als Fremdmaterialien und Abfall korrekt entsorgt werden.

Kontinuierlich gesteigerte Nachhaltigkeit

Texaid bewirtschaftet in allen Regionen der Schweiz über 5.800 Textilcontainer und führt regelmässig ihre traditionellen Strassensammlungen durch. Dafür sind täglich 80 Texaid-Chauffeure mit 60 schadstoffarmen Fahrzeugen unterwegs. Unnötige Fahrten eliminiert ein eigens von der Sammelorganisation entwickeltes Logistiksystem, das aufgrund von Erfahrungswerten laufend die Touren optimiert. Gleichzeitig erfasst das System die Sammelmenge jedes Containers. Wann immer möglich, wird für den Transport ins Sortierwerk nach Schattdorf/UR der umweltfreundliche Schienenweg benutzt. Texaid-CEO Martin Böschen betont die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Grundhaltung des Unternehmens: „Will man Textilrecycling seriös und glaubhaft betreiben, muss man in jeder Hinsicht ökologisch optimal handeln. In dieser Hinsicht ist Texaid seit über 35 Jahren vorbildlich und erhielt dafür auch eine ausgezeichnete Ökobilanz* bescheinigt.“

Charity-Private-Partnership

Dass Ökologie, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gelebte Werte von Texaid bleiben, dafür sorgen die sechs Gründerhilfswerke. Sie riefen 1978 gemeinsam mit einem privaten Partner die Texaid Textilverwertungs-AG ins Leben, um mit unseren entsorgten Kleidern, Schuhen und Haushalttextilien durch eine professionelle Verwertung das Beste für Mensch und Umwelt zu erlangen. Dieses Geschäftsmodell, in welchem die Hilfswerke zur Hälfte beteiligt und operationell tätig sind, ist ebenso einmalig wie erfolgreich. Das Beste für die Umwelt wird durch den hohen Anteil der wiederverwendbaren Bekleidung erreicht, das Beste für die Menschen schaffen die Hilfswerke durch die Verwendung der ausgeschütteten Gelder für karitative Projekte im In- und Ausland.

An Texaid beteiligt sind das Schweizerische Rote Kreuz, Caritas Schweiz, Winterhilfe Schweiz, Solidar Suisse, Kolping Schweiz und das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS.

*) Die Ökobilanz kann kostenlos bei pr@texaid.ch bestellt werden.

Quelle: TEXAID